Kantonales Bedrohungsmanagement

Als erster Kanton hat der Kanton Solothurn unter Leitung der Polizei Kanton Solothurn ein Bedrohungsmanagement aufgebaut und 2013 eingeführt. Ziel ist es, schwere, zielgerichtete Gewalttaten zu verhindern. Das ämter- und institutionsübergreifende Kantonale Bedrohungsmanagement (KBM)  soll das Gefährdungspotenzial bei einzelnen Personen oder Gruppen frühzeitig erkennen, dieses einschätzen und schliesslich mit geeigneten Massnahmen entschärfen.

Die Mitarbeitenden der Fachstelle KBM stehen Mitarbeitenden der Polizei, von Ämtern, Behörden, Schulen sowie anderen Institutionen für Fragen und Anliegen zur Verfügung. Sie führen mit einem interdisziplinären Team von Fachspezialisten Risikoeinschätzungen durch und leiten gegebenenfalls weitere Massnahmen ein.

In verschiedenen Ämtern und Institutionen wurden inzwischen rund 200 Personen als Ansprechpersonen ausgebildet. Sie sind bei entsprechenden Vorkommnissen die erste Anlaufstelle für ihre Mitarbeitenden und bilden das Bindeglied zwischen dem Amt/Behörde/Institution und der Fachstelle KBM.

 

Radikalisierung und gewaltbereiter Extremismus

Die Fachstelle KBM ist seit 2018 auch Anlaufstelle für Fragen im Bereich Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus im Kanton Solothurn. Sie kann präventiv handeln und Hilfestellungen rund um Gewaltprävention, Extremismus und Radikalisierung bieten.

Sie haben Fragen oder Hinweise, weil sich eine Person radikalisiert hat und allenfalls sogar zum Erreichen ihrer Ziele Gewalttaten verüben, fördern, unterstützen oder befürworten könnte? Dann nehmen Sie unbedingt mit uns Kontakt auf - im Notfall über 112/117, ansonsten gerne per E-Mail.