Feiertage im Kt. SO

Gemäss Arbeitsgesetz ArG Art. 20a Abs. 1 ist der

Bundesfeiertag (1. August)

ein dem Sonntag gleichgestellter bezahlter Feiertag.
Die Kantone können höchstens acht weitere Feiertage im Jahr den Sonntagen gleichstellen und sie nach Kantonsteilen verschieden ansetzen.

Der Kanton Solothurn hat folgende Feiertage den Sonntagen gleichgestellt:

  • Neujahr
  • Karfreitag
  • 1. Mai Nachmittag
  • Auffahrt
  • Fronleichnam
  • Maria Himmelfahrt
  • Allerheiligen
  • Weihnachten

für den ganzen Kanton, ausgenommen des Bezirkes Bucheggberg:
Neujahr, Karfreitag, 1. Mai Nachmittag, Auffahrt, Weihnachten

Die Lohnzahlung für die an den Feiertagen (Ausnahme Bundesfeiertag) ausfallende Arbeitszeit ist eine Frage zivilrechtlicher Natur und als solche der kantonalen Gesetzgebung entzogen. Der auf dem Gebiet des Zivilrechts zuständige Bundesgesetzgeber hat darauf verzichtet, eine gesetzliche Lohnzahlungspflicht für Feiertage vorzuschreiben. Die Lohnzahlung ist somit nötigenfalls durch vertragliche Abmachungen zu regeln (Gesamtarbeitsverträge).

Für die Beschäftigung von Arbeitnehmenden an diesen Feiertagen benötigen Betriebe, die dem Arbeitsgesetz unterstehen, eine Bewilligung für Sonntagsarbeit.

Keine Bewilligung benötigen Betriebe, die in der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz vom Verbot der Sonntagsarbeit ausgenommen sind.

Vorübergehende Sonntagsarbeit wird bewilligt, sofern ein dringendes Bedürfnis nachgewiesen werden kann. Dem Arbeitnehmer ist ein Lohnzuschlag von 50% zu bezahlen.

Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer ohne dessen Einverständnis nicht zu Sonntagsarbeit heranziehen.

Die Bewilligungen können beim Amt für Wirtschaft und Arbeit, Abt. Arbeitsbedingungen, Arbeitsinspektorat und Gewerbe, beantragt werden.