Fische, Fischbiologie

Auf dieser Seite werden Beiträge und Berichte zu Fischen und Krebsen publiziert.

Vorträge diverser Veranstaltungen der Abteilung Jagd und Fischerei

Krebspest in der Lützel

Im Jahr 2013 wurde bei Dohlenkrebsen aus der Lützel die Krebspest festgestellt. Die Krebspest ist eine akut verlaufende Pilzerkrankung, welche bei einheimischen Krebsen meist tödlich endet. Da dieser Erreger noch immer zahlreich im Wasser vorhanden ist, sind beim Angeln erhöhte Vorsicht geboten und gewisse Vorsorgemassnahmen zu treffen.

Die Fischerei in der Lützel auf der Patentstrecke des Kantons Solothurn ist bis auf Weiteres erlaubt.

Informationen und Empfehlungen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung:

Das sind keine Groppen !!

Invasive Grundeln erobern den Rhein

Seit der Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals breiten sich verschiedene ursprünglich am Schwarzen Meer heimische Grundeln im Rhein aus. Im Herbst 2011 wurde erstmals die Kesslergrundel in Basel nachgewiesen.

Diese räuberischen Allesfresser besetzen die Lebensräume der heimischen Groppe. Als Laichfresser schaden sie auch anderen Fischpopulationen. Die Einwanderer ähneln stark der heimischen Groppe, sind aber an den zu einem Saugnapf verwachsenen Bauchflossen eindeutig zu erkennen.

Einwanderer gefangen - was tun ?

Sie haben eine Grundel gefangen, deren Bauchflossen einen Saugnapf bilden?

Das Tier ist hier nicht heimisch und darf daher keinesfalls zurückgesetzt oder als Köderfisch verwendet werden (Verschleppungsgefahr!).

  • Dokumentieren Sie den Fang mit Fotos, Bauchflosse, Rückenflosse, Seitenansicht;
  • Geben Sie den genauen Fangort, Datum, Zeit, Name und die Fangmethode an.
  • Melden Sie den Fang unverzüglich an eine Fischereifachstelle.

Weitere Informationen und Bestimmungsmerkmale im Faltblatt, das von den Kantonen BS, BL, dem Kant. Fischereiverband BS und der Uni Basel herausgegeben wurde.

Verpilzte Fische in der Birs zwischen Moutier und Roches

In der Birs zwischen Moutier und Roches werden verpilzte Fische festgestellt. Das Bild ähnelt dem der Fische im Doubs. Von den Fischern sind erhöhte Vorsichtsmassnahmen gefordert, die Krankheit nicht weiter zu verschleppen.

Informationen und Empfehlungen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung:

Besatzexperiment

Besatz von markierten Karpfen und Schleien in der Aare zwischen Grenchen und Solothurn

Versuchsdauer
:
- 5 Jahre Besatz (2005 - 2009)
- Rückfangphase mit gewisser Zeitverzögerung

Besatzfische:
- 375 Karpfen und 375 Schleien pro Besatzjahr
- Alter/Grösse: 2-sömmerig / 20-30 cm

Markierung:
- Gruppenmarkierung mit blauer Farbmarke
- 2005: Basis der rechten Bauchflosse
- 2006: Basis der linken Bauchflosse
- 2007: Basis der rechten Brustflosse
- 2008: Basis der linken Brustflosse
- 2009: Basis der rechten Bauchflosse  (wie 2005)

Rückmeldung geangelter markierter Karpfen oder Schleien:
Für die Erfolgskontrolle des Besatzexperiments ist es äusserst wichtig, dass die FischerInnen allfällig geangelte Karpfen oder Schleien auf eine Farbmarkierung hin überprüfen.
Die geangelten Karpfen oder Schleien sind separat (Vermerk: mit/ohne Farbmarke) in die Fangstatistiken einzutragen bzw. den Fischervereinen oder der kant. Fachstelle Jagd und Fischerei (Adresse siehe oben) zu melden.

Koordinierte Fischaufstiegskontrollen an den Aare-Kraftwerken zwischen Solothurn und der Mündung in den Rhein

Im Jahr 2005 wurde in den Fischaufstiegsanlagen der Flusskraftwerke entlang der Aare zwischen  Flumenthal SO und Klingnau AG koordinierte Aufstiegskontrollen durchgeführt. Die Untersuchung war ein gemeinsames Projekt der beiden Kantone Aargau und Solothurn. Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit den Kraftwerksbetreibern und den ansässigen Fischereivereinen durchgeführt.

Nun liegt der Schlussbericht vor: Keine der untersuchten Fischaufstiegshilfen war gänzlich unüberwindbar für Fische. Im Quervergleich werden aber grosse Unterschiede erkennbar.