Pachtrecht

Durch den landwirtschaftlichen Pachtvertrag verpflichtet sich der Verpächter, dem Pächter ein Gewerbe oder ein Grundstück zur landwirtschaftlichen Nutzung zu überlassen, während der Pächter bereit ist, dafür einen Zins zu bezahlen. Den gesetzlichen Rahmen für den Pachtvertrag setzt das Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht (LPG). Es regelt insbesondere:

  • die Rechte und Pflichten von Pächtern und Verpächtern
  • Pachtdauer und Kündigungsschutz
  • den höchstzulässigen Pachtzins (Bewilligung für landwirtschaftliches Gewerbe)
  • die parzellenweise Verpachtung von landwirtschaftlichen Gewerben

Der Pachtvertrag ist an keine besondere Form gebunden. Wir empfehlen aber einen schriftlich abgefassten und von beiden Vertragsparteien unterzeichneten Vertrag.
Pachtvertragsformulare können beim Schweizerischen Bauernverband, agriexpert, in Brugg oder beim Solothurnischen Bauernverband bestellt werden.
Eine Vorlage für Pachtverträge (Einzelparzellen) finden Sie auf der Webseite des Solothurnischen Bauernverbandes unter Merkblätter und Formulare.

Pachtrechtliche Bewilligungen sind erforderlich bei:

  • Pachtzinsbewilligung von landwirtschaftlichen Gewerben
  • Parzellenweise Verpachtung von landwirtschaftlichen Gewerben
  • Unterschreiten der gesetzlichen Mindestpachtdauer von 6 Jahren bei landwirtschaftlichen Grundstücken bzw. 9 Jahren bei landwirtschaftlichen Gewerben.