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Neophyten

Bekämpfung und Kontrolle von Neophyten

Japanischer Knöterich (Reynoutria japonica) ist bereits häufig zu finden. Die Bekämpfung dieser invasiver Neophyten ist äusserst schwierig.

Strategie Bekämpfung und Kontrolle von Neophyten im Kanton Solothurn

In der Bundesverordnung über den Umgang mit Organismen in der Umwelt (Freisetzungsverordnung, FrSV) werden die Kantone beauftragt, Massnahmen zur Bekämpfung und Verhinderung der Ausbreitung von Organismen anzuordnen, die Mensch, Tier oder Umwelt gefährden.

Mit dem Regierungsratsbeschluss vom 12. März 2013 wird die von der Arbeitsgruppe „Neobioten“ erarbeitete Strategie zur Eindämmung und Bekämpfung von invasiven Neophyten verabschiedet und die Arbeitsgruppe beauftragt, die Umsetzung der Strategie, die Zusammenarbeit aller Akteure sowie die Information der Bevölkerung im Kanton Solothurn zu koordinieren. Im Tätigkeitsbericht sind die bisherigen Aktivitäten der Arbeitsgruppe zusammengestellt.

Zuständigkeit im Kt. Solothurn

Auf kantonaler Ebene ist die Arbeitsgruppe Neobiota mit Vertretern aus Landwirtschaft, Forst, Strassenunterhalt, Gewässerunterhalt und Naturschutz zuständig für Fragen rund um Neophyten. Die Federführung hat die Zentralstelle für umweltschonenden Pflanzenbau am Bildungszentrum Wallierhof. Für die Koordination und Umsetzung der Massnahmen sind für jeden Standorttyp die entsprechenden Amtsstellen zuständig.

Standorttypzuständige kantonale Fachstelle
LandwirtschaftBildungszentrum Wallierhof, Höhenstrasse 46, 4533 Riedholz, E-Mail: wallierhof@vd.so.ch
Siedlungen, Ufer, weitere StandorttypenAmt für Umwelt, Greibenhof, 4509 Solothurn, E-Mail: afu@bd.so.ch
Kantonale NaturreservateAmt für Raumplanung, Abteilung Natur und Landschaft, Werkhofstrasse 59, 4509 Solothurn, E-Mail: arp@bd.so.ch
VerkehrAmt für Verkehr und Tiefbau, Rötihof, Werkhofstrasse 65, 4509 Solothurn, E-Mail: avt@bd.so.ch
WaldAmt für Wald, Jagd und Fischerei, Rathaus, Barfüssergasse 14, 4509 Solothurn, E-Mail: awjf@vd.so.ch

Auf Gemeindeebene wurde einer Person die Funktion des Gemeindeverantwortlichen für Pflanzenschutz übertragen.

Damit verbunden sind folgende Aufgaben:

  • Kontaktperson für die örtliche Bevölkerung bei Fragen über weitere invasive Neophyten
  • Befallskontrolle für Feuerbrand und Ambrosia auf Gemeindestrassen und -wegen, öffentlichen Gartenanlagen, Ruderalflächen und Ödland auf dem Gemeindegebiet vornehmen und die entsprechenden Bekämpfungsmassnahmen begleiten und überwachen
  • Meldungen über Feuerbrand entgegennehmen, den Befall überprüfen, die Befallsorte auflisten und der Situation entsprechende Massnahmen empfehlen

Auf nationaler Ebene unterstützt die Arbeitsgruppe AGIN die kantonalen Bemühungen zur Bekämpfung von Neobioten.

Begriffe

Neobioten sind gebietsfremde Arten, welche nach 1492 bewusst oder unbewusst nach Europa eingebracht wurden. Für Pflanzenarten wird der Begriff Neophyten verwendet, für Tierarten der Begriff Neozoen. Invasive Neophyten sind Pflanzenarten, welche sich bei uns besonders schnell ausbreiten und einheimische Pflanzen verdrängen, sowie Mensch, Tier oder Umwelt gefährden.

Information

Folgendes Informationsmaterial steht zur Verfügung:

  • Faltblatt „Exoten im Garten – Was tun?“ zur breiten Streuung. Die gedruckte Version kann bei Bildungszentrum Wallierhof, Höhenstrasse 46, 4533 Riedholz, E-Mail: wallierhof@vd.so.ch bestellt werden.
  • Praxishilfe Neophyten
    Dieses Nachschlagewerk unterstützt Sie bei der Erkennung von Problempflanzen und gibt wertvolle Tipps für den Umgang mit Neophyten. Die Praxishilfe Neophyten ist in zwei unterschiedlichen gedruckten Versionen erhältlich:
    1. wetterfeste Ausgabe: Fr. 35.-/Exemplar
    2. Papierausgabe: Fr. 2.- / Exemplar

Bestellbar bei der Drucksachenverwaltung Solothurn, Dammstrasse 21, 4502 Solothurn, Telefon 032 627 22 22.

Befallsstandorte von invasiven Neophyten melden

Befallsstandorte können von allen interessierten Personen mittels "Protokollblatt zur Erhebung invasiver Neophyten im Kanton Solothurn" gemeldet werden.

Die Meldungen werden in einer zentralen Datenbank mit Hilfe einer GIS-Applikation erfasst. Dies soll einen kantonalen Überblick über Befallsstandorte ermöglichen. Damit Bekämpfungsmassnahmen gezielt und dem Standort angepasst geplant und umgesetzt werden können, ist eine aktuelle Übersicht über die Verbreitung Voraussetzung.

Hier können die bereits erfassten Standorte abgerufen werden:

Interaktive Karte