Namensänderung

Wann ist eine Namensänderung möglich?

Gemäss Artikel 30 Absatz 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) kann einer Person die Änderung des Namens bewilligt werden - darunter fällt auch der Vorname -, wenn achtenswerte Gründe vorliegen.

Wenn Sie im Kanton Solothurn Wohnsitz haben und Ihren Namen ändern wollen, ist das Amt für Gemeinden, die Abteilung Zivilstandsaufsicht, für die Bearbeitung Ihres Gesuches zuständig.

Adresse:
Zivilstand und Bürgerrecht
Amthaus 2
4502 Solothurn
(Telefonische Auskünfte unter Nr. 032 627 27 12)

Folgende Unterlagen sind grundsätzlich einzureichen:

  • Namensänderungsgesuch in Briefform, mit einer ausführlichen Begründung und mit allfälligen Belegen.
     
  • Original-Wohnsitzbescheinigung; wenn Kinder involviert sind, von Mutter, Vater u. Kind (erhältlich bei der Einwohnerkontrolle des Wohnortes, nicht älter als 6 Monate)
     
  • CH-Bürger: Personenstandsausweise derjenigen Personen, die von der Namensänderung betroffen sind (erhältlich beim Zivilstandsamt des Heimatortes, nicht älter als 6 Monate)
     
  • Bei volljährigen Personen, je nach Art der Namensänderung, einen Auszug aus dem Betreibungs- und Strafregister (im Original)
     
  • Ausländische Staatsangehörige: Pass und Ausländerausweis sowie Geburtsurkunde (Auszug aus dem Geburtsregister) derjenigen Personen, die von der Namensänderung betroffen sind (im Original)
     
  • Familienbüchlein, falls vorhanden
     
  • Für Dokumente, die nicht in der deutschen Sprache abgefasst sind, benötigen wir eine beglaubigte deutsche Uebersetzung.

Vorbehalten bleibt das Einfordern weiterer Dokumente - je nach konkreter Sachlage.

Zusätzliche fallbezogene Erläuterungen (Nachweispflicht)

Vornamensänderungen
Bei mündigen Personen:
Auch die Vornamensänderung muss ausführlich begründet sein. Falls Sie sich bereits mit dem neuen Namen nennen oder schon lange so genannt wurden, sind Belege diesr Namensführung bei Gesuchseinreichung nützlich.

Nachweise: Kopien z.B. von Schul- oder Arbeitszeugnissen, amtlichen Dokumenten, Rechnungen usw.

Bei Kindern:
Das Gesuch muss von beiden Elternteilen unterzeichnet sein, wenn diese miteinander verheiratet sind oder gemeinsam die elterliche Sorge ausüben. Erläutern Sie die Gründe, weshalb es zum Namenswechsel kam bzw. kommen soll. Schriftliche Zustimmung des Kindes ab ca. 12 Jahren.

Nachweise: Kopien z.B. von Schulzeugnissen, Mitgliederausweisen, Postkarten usw.

Familiennamensänderungen bei Kindern
Gemäss langjähriger Praxis wird auf ein Gesuch erst eingetreten, wenn der Namenswechsel der Mutter nach Scheidung ein Jahr zurückliegt bzw., wenn bei Wiederverheiratung eine einjährige Ehedauer nachgewiesen werden kann.

Der leibliche Vater muss einer Namensänderung zustimmen bzw. hat ein Anhörungsrecht, wenn das Kind seinen Namen trägt. (Mitteilen der letztbekannten Adresse nötig.)
Es müssen besondere Umstände vorliegen, dass eine Familiennamensänderung in Betracht gezogen werden kann. Die Namensungleichheit für sich allein genügt nicht. Es muss der Nachweis erbracht werden, dass das Kind mit der aktuellen Namensgebung Schwierigkeiten hat, und dass diese durch eine Änderung des Familiennamens zu beheben sind.

Anerkennung des Namensänderungsentscheides im Ausland
Um die Anerkennung des Namensänderungsentscheides im ausländischen Heimatstaat müssen Sie sich selbst bemühen.

Kosten
Die Kosten für einen Entscheid bewegen sich im Rahmen von CHF 300.00 bis CHF 1'200.00 (je nach Aufwand).

Bei negativen Entscheiden, die Sie mittels einer beschwerdfähigen Verfügung an das Verwaltungsgericht weiterziehen können, wird ein Kostenvorschuss von CHF 600.00 einverlangt.

Im Prüfungsverfahren (nach Einleitung des Verfahrens) entstehen Ihnen noch keine Kosten. Diese fallen erst mit der Ausstellung des Entscheides an (bzw. mit der ausdrücklichen Anforderung des negativen Entscheides).