EU-27/EFTA

Für Angehörige der EU-27 Mitgliedstaaten sowie der EFTA-Staaten gilt die vollständige Personenfreizügigkeit. Konkret gilt dies für Staatsangehörige folgender Länder:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechstenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Slowakische Republik, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Die Anmeldung sowie der Antrag auf Erhalt der Aufenthaltsbewilligung erfolgen stets vor Arbeitsbeginn bei der Einwohnerkontrolle der betreffenden Wohngemeinde. Hierbei sind mitzunehmen: gültige Reisedokumente (Reisepass oder ID), der Arbeitsvertrag oder die Arbeitsbestätigung.

Arbeitnehmende mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA für 5 Jahre. Arbeitnehmende mit einem befristeten Arbeitsvertrag erhalten eine Aufenthalts-/Kurzaufenthaltsbewilligung entsprechend des befristeten Arbeitsverhältnisses. Temporär Angestellte erhalten immer eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA für ein Jahr.

Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA berechtigt unselbständig erwerbstätige Personen zum Stellen-und Berufswechsel sowie zur Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit (berufliche Mobilität). Vorbehalten bleiben die auch für Schweizerinnen und Schweizer geltenden gesundheits- und wirtschaftspolizeilichen Vorschriften (Gewerbegesetze, Berufsausübungsbewilligungen usw.)

Die Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA berechtigt zum Stellen- und Berufswechsel im Rahmen einer unselbständigen Erwerbstätigkeit. Die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ist meldepflichtig.

Personenfreizügigkeit: Anwendung der Ventilklausel für Bulgarien und Rumänien

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. Mai 2018 die Revision der Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs verabschiedet. Damit kann ab dem 1. Juni 2018 das bestehende Kontingent der Aufenthaltsbewilligungen für Arbeitskräfte aus Bulgarien und Rumänien (EU-2) verlängert werden. Die Änderung erfolgt aufgrund des Bundesratsbeschlusses vom 18. April 2018 zur Verlängerung der Ventilklausel, die seit dem 1. Juni 2017 in Kraft ist.