Neueinreisende

Gemäss Art. 18 des Bundesgesetzes über das Ausländer und Integrationsgesetz (AIG) können Drittstaatsangehörige zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit zugelassen werden, wenn:

  • a. dies dem gesamtwirtschafltichen Interesse entspricht
  • b. das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegt; und
  • c. die Voraussetzungen nach den Artikeln 20-25 erfüllt sind.

Insbesondere zu beachten sind folgende 3 Kriterien:

Inländervorrang (Art. 21 AIG)

Neueinreisende Drittstaatsangehörige können zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur zugelassen werden, wenn nachgewiesen wird, dass keine dafür geeignete inländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder Angehörige von Staaten, mit denen ein Freizügigkeitsabkommen abgeschlossen wurde, gefunden werden konnten. Der Arbeitgeber muss Suchbemühungen glaubhaft machen können, die in zeitlicher Folge und inhaltlich zweckmässiger Art ein echtes Bemühen aufzeigen, die fragliche Stelle mit inländischen Bewerbenden bzw. solchen aus EU/EFTA-Staaten zu besetzen (RAV-Ausschreibung, RAV-Rückmeldung, sowie mindestens zwei weitere nationale und internationale Stelleninserate).

Lohn- und Arbeitsbedingungen (Art. 22 AIG)

Neueinreisende Drittstaatsangehörige können zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur zugelassen werden, wenn die orts- berufs und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Für Angaben zu orts- berufs- und branchenüblichen Löhnen konsultieren Sie bitte den Lohnrechner des Bundesamts für Statistik (Salarium).

Persönliche Voraussetzungen (Art. 23 AIG)

Kurzaufenthalts- und Aufenthaltsbewilligungen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit können nur Führungskräften, Spezialistinnen und Spezialisten und anderen qualifizierten Arbeitskräften erteilt werden. Die Qualifikation kann je nach Beruf auf verschiedener Ebene erfolgt sein, wie z.B. durch Universitätsabschluss oder Fachhochschuldiplom.