Spitalversorgung: Informationen für Patientinnen und Patienten

Mit der Spitalliste des Kantons Solothurn (Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie) wird die stationäre medizinische Versorgung für die Solothurner Bevölkerung sichergestellt. Alle medizinisch nötigen Behandlungen sind mit der Spitalliste abgedeckt. Die Listenspitäler müssen alle versicherten Personen mit Wohnsitz im Kanton Solothurn aufnehmen. Die Kosten werden von den Krankenkassen (45%) und dem Kanton Solothurn (58%) getragen.

Die Spitäler und die einweisenden Ärzte haben die Pflicht, Sie vor jeder Spitalbehandlung über die Kostenfolgen zu informieren. Auch die Krankenkassen können über die Kostenfolgen eines Spitalaufenthaltes Auskunft geben. Fragen Sie deshalb rechtzeitig den einweisenden Arzt, das Zielspital oder Ihre Krankenkasse, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Für die Beantwortung von Fragen steht Ihnen auch das Gesundheitsamt zur Verfügung. Wenn Sie eine Zusatzversicherung haben, müssen Sie vor einem geplanten Spitalaufenthalt Ihre Krankenkasse fragen, ob die Kosten gedeckt sind.

Falls Sie eine Behandlung in einem Spital wünschen, das für die gewünschte Behandlung nicht auf der Spitalliste des Kantons Solothurn ist, können Sie seit 1.1.2012 unter jenen Spitälern frei wählen, die auf einer anderen Spitalliste sind. Dabei gibt es aber eine Einschränkung:

  • Ihre Krankenkasse und der Kanton Solothurn bezahlen höchstens den Tarif, der in einem Listenspital des Kantons Solothurn für die betreffende Behandlung gilt (sogenannter Referenztarif).

Über die Höhe der Tarife in einem bestimmten Spital gibt die sogenannte Baserate Auskunft. Wenn das Spital Ihrer Wahl teurer ist, müssen Sie (oder allenfalls Ihre Zusatzversicherung) die Mehrkosten bezahlen.

Ist bei einem Notfall im Sinne des KVG eine Behandlung in einem nicht auf der Spitalliste des Kantons Solothurn aufgeführten Spital nötig, übernehmen Ihre Krankenkasse und der Kanton Solothurn die Kosten.