Elektronisches Patientendossier (EPD)

Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) trat am 15. April 2017 in Kraft. Stationäre Leistungserbringer wie Spitäler und Geburtshäuser sind verpflichtet, sich innerhalb einer Frist von drei Jahren (April 2020) nach Inkraftsetzung (Pflegeheime innert 5 Jahren) einer Stammgemeinschaft anzuschliessen. Für die Patienten sowie für die ambulant tätigen Gesundheitsfachpersonen wie Hausärzte, Spitex oder Physiotherapeuten ist die Teilnahme hingegen freiwillig.

Das EPD ist eine Sammlung von persönlichen Dokumenten der Patientinnen und Patienten. Diese Dokumente enthalten behandlungsrelevante Informationen wie zum Beispiel den Austrittsbericht des Spitals, einen Pflegebericht der Spitex, Röntgenbilder, den Impfausweis oder das Rezept für die Apotheke. Zusätzlich können Patientinnen und Patienten auch eigene Gesundheitsinformationen wie die Blutdruckwerte oder ein Brillenrezept in das EPD speichern.

Das EPD wird von den Gesundheitsfachpersonen in Absprache mit den Patientinnen und Patienten geführt. Jeder Person steht es frei, ob sie ein EPD eröffnen möchte oder nicht. Die Inhalte stehen – entlang des Behandlungspfades – unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Die Patienten haben das Recht auf Einsichtnahme und Verwaltung der Zugriffsrechte.

Mit dem elektronischen Patientendossier sollen die Qualität der medizinischen Behandlung gestärkt, die Behandlungsprozesse verbessert, die Patientensicherheit erhöht und die Effizienz des Gesundheitssystems gesteigert sowie die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten gefördert werden.

Weiterführende Informationen:

http://www.ehealth-solothurn.ch/startseite.html

https://tv.ehealth-nw.ch/