Betäubungsmittel Betm

Mengenbegrenzung beim Verordnen gemäss Art. 47 der Betm-Kontrollverordnung:
Die mit dem nummerierten Betäubungsmittelrezept zu verschreibende Menge darf nicht über den Bedarf für die Behandlung während eines Monats hinausgehen. Ausnahmsweise, wenn es die Umstände rechtfertigen und unter Einhaltung der Bestimmungen von Artikel 11 BetmG kann die Dauer auf bis zu drei Monate verlängert werden; der verschreibende Arzt hat in diesem Fall die genaue Dauer der laufenden Behandlung auf dem Rezept anzugeben.

Weitere Informationen zu Betm liefert Swissmedic auf ihrer Homepage.

Wo können Betm-Rezeptformulare bestellt werden? Beim Gesundheitsamt des Kantons Solothurn.

Entsorgung

Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Betäubungsmittel der Verzeichnisse a und d müssen mit einem Lieferschein, auf dem alle Artikel und Mengen notiert sind, dem Lieferanten oder dem Kantonsapotheker zugestellt werden (Adresse rechts oben). Für diesen Lieferschein gibt es keine Formvorschriften. Bei Paketversand ist kein Einschreiben erforderlich.

Buchführung

Für Präparate mit Wirkstoffen aus dem Verzeichnis b (z.B. Diazepam, Verpackung ohne Betäubungsmittelvignette) wird keine gesonderte Buchführung verlangt. Die Rückverfolgbarkeit der Ein- und Ausgänge sowie die Bestandeskontrolle über das allgemeine EDV-Lagerbewirtschaftungssystem reichen aus. Falls keine EDV-Bewirtschaftung zur Verfügung steht, ist die Rückverfolgbarkeit mit entsprechenden Belegen (Lieferscheinen, Dokumentation der Ausgänge) zu gewährleisten. Diese Substanzen sind so aufzubewahren, dass Unbefugte keinen Zugang haben. Die Entsorgung erfolgt unverändert z.B. durch Rückgabe an den Lieferanten.

Für Präparate mit Wirkstoffen aus den Verzeichnissen und d (mit der Betäubungsmittelvignette gekennzeichnet, z.B. Morphin) ist weiterhin eine separate Buchführung mit laufender, tagesaktueller Lager­kontrolle vorgeschrieben. Belege für Ein- und Ausgänge sind während zehn Jahren aufzubewahren. Es muss weiter­hin eine schriftlich Jahresendbilanz erstellt, ausgedruckt und von der verantwortlichen Medizi­nalperson unterschrieben werden. Neu muss diese Bilanz nicht mehr dem Gesundheitsamt ein­gesandt werden. Sie soll aber bei Inspektionen eingesehen werden können. Diese Substanzen müssen vor Diebstahl gesichert aufbewahrt werden. Die Entsorgung erfolgt unverändert über den Kantonsapotheker, wobei nun darüber keine Meldung an Swissmedic mehr erfolgen muss.