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Sulfite in Trockenfrüchten – vereinzelte Mängel bei der Kennzeichnung

  • 21.07.2017
  • Erstellt von Lebensmittelkontrolle

Trockenfrüchte wie Aprikosen werden mittels Sulfiten behandelt, damit die Farbe schön orange bleibt und im Laufe der Zeit nicht zu einem unansehnlichen braun wechselt.

Anzahl untersuchte Proben: 21      zu beanstanden: 4 (19%)

Getrocknete Früchte dürfen gemäss Zusatzstoffverordnung Sulfite enthalten. Die erlaubten Mengen sind je nach Fruchtart verschieden. So darf getrocknete Kokosnuss 50 mg/kg, getrocknete Aprikosen, Pfirsiche, Trauben, Pflaumen und Feigen jedoch bis zu 2'000 mg/kg Sulfite enthalten.

Weil Sulfite bei sensibilisierten Personen zu allergischen Reaktionen führen können, ist auch deren Kennzeichnung geregelt. Ab einer Menge von 10 mg/kg müssen Sulfite gemäss Verordnung betreffend die Information über Lebensmittel deutlich gekennzeichnet werden. Diese Angabe muss durch geeignete Mittel wie Schriftart oder Schriftstil hervorgehoben werden.

Ergebnisse
Der Gehalt an Sulfiten lag bei allen Proben unter den gesetzlichen Höchstgehalten. Bei der Kennzeichnung wurde die Angabe von Sulfiten in 2 Produkten nicht wie vorgeschrieben hervorgehoben. Bei zwei weiteren Produkten wurden je vier Herkunftsländer deklariert. Da üblicherweise eine Charge aus maximal 2 verschiedenen Ursprungschargen abgefüllt wird, gehen wir davon aus, dass kurzerhand gleich alle möglichen Ursprungsländer deklariert wurden. Dies erachten wir als täuschend und haben die Produkte deshalb zur abschliessenden Beurteilung an die Sitzkantone der Hersteller/Importeure überwiesen.