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Aktuell

Bromid in Auberginen und Chili - eine Probe Chili aus Thailand lag über dem Höchstwert

  • 21.07.2017
  • Erstellt von Lebensmittelkontrolle

Bromid kann natürlich im Boden vorhanden sein oder von einer Anwendung von Methylbromid als Schädlingsbekämpfungsmittel stammen.

Anzahl untersuchte Proben: 20      zu beanstanden: 1 (5%)

Im internationalen Handel wird Methylbromid zur Begasung von Containern eingesetzt, um das Einschleppen tierischer Schädlinge zu verhindern. Methylbromid wird auch zur Bekämpfung von Fadenwürmern im Boden verwendet. Bromid, das aus Methylbromid als Abbauprodukt freigesetzt wird, kann auch noch Jahre nach einer Begasung im Boden vorhanden sein.

Bromid kann in ehemaligen Meeresböden oder auf Flächen in unmittelbarer Meeresnähe auch natürlichen Ursprungs sein. Der Anbau auf bromidreichen Böden kann in Pflanzen zu einem natürlich erhöhten Bromidgehalt von bis zu 5 mg/kg führen.

Die Verordnung über die Höchstgehalte für Pestizidrückstände in oder auf Erzeugnissen pflanzlicher und tierischer Herkunft (VPRH) verweist bezüglich Höchstwerten auf den Anhang der Verordnung (EG) Nr. 839/2008. Dort sind für Bromid in Auberginen und Chili Höchstwerte von 30 mg/kg festgelegt. Wird dieser Wert erreicht ist davon auszugehen, dass die Produkte mit Methylbromid behandelt wurden.

Ergebnisse
Wir haben in 8 Verteilbetrieben 20 Proben von Auberginen und Chili erhoben und untersucht. Nur eine Probe thailändischer Herkunft überschritt mit 47 mg/kg den Höchstwert von 30 mg/kg deutlich. Die Ware wurde beanstandet und der Fall zur weiteren Bearbeitung den zuständigen Behörden im Wohnsitzkanton des Importeurs übergeben.