Ambrosia

Ambrosia – das aufrechte Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) – stellt die Schweiz seit einiger Zeit vor Herausforderungen. Die Pollen des Ackerunkrautes sind hochgradig allergen und können die Gesundheit gefährden. Um die Einschleppung und Ausbreitung von Ambrosia zu unterbinden, hat der Bund sie als melde- und bekämpfungspflichtige Pflanze deklariert (Pflanzenschutzmittelverordnung [PSV] vom 27. Oktober 2010, Art. 27-29, 37 und Anhang 10; SR 916.20). Seit 2006 wird Ambrosia im Kanton Solothurn in einem gemeinsamen Engagement von Gemeinden, Strassenunterhaltsdiensten, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Privatpersonen kostengünstig und wirksam bekämpft.

Verbreitung

Sie ist vereinzelt auch in öffentlichen Anlagen (Schulen, Parks usw.), an Strassenrändern, Bahndämmen, in und um Kiesgruben, Industriearealen, auf Schutt- und Holzlagerplätzen sowie auf privaten Kompostplätzen zu finden. Es ist davon auszugehen, dass die Ambrosia hauptsächlich über das Vogelfutter in den Hausgärten eingeschleppt wurde.

Gesundheitsrisiko

Ambrosia produziert riesige Mengen an Blütenpollen, welche beim Menschen heftige Allergien hervorrufen können. Ausserdem verlängert das Ambrosia aufgrund der grossen Menge an Pollen die Pollensaison bis in den Oktober.

Bekämpfung

Die Pflanze kann bis zu 1.5 m hoch werden und bis zu 60'000 Samen produzieren, welche im Boden während Jahrzehnten überleben können. Sie haften an Rillen von Autopneus oder an Erntemaschinen. So werden die Samen beim Transport von Erde und Kies verschleppt. Die Pflanze kann wieder nachwachsen, wenn sie gemäht wurde; entsprechend muss die Pflanze samt Wurzeln mit Handschuhen geschützt ausgerissen und in Kehrichtsäcken entsorgt werden.

Meldepflicht

Ein Fundorte muss der  jeweiligen Gemeindebehörde gemeldet werden; dieser wird dann durch die Gemeinde an den zuständigen Kontrolleur weitergeleitet. Die ausgebildeten Kontrolleure überprüfen so schnell wie möglich alle gemeldeten Fundorte in privaten Hausgärten. Sie bestimmen die Pflanze zuverlässig und wissen, wie mit ihr umzugehen ist. Fundorte auf öffentlichem Gebiet, wie z.B. Strassenränder, werden in der Regel vom zuständigen Strassenunterhaltsdienst überprüft.


Weitere Informationen erhalten Sie beim Amt für Landwirtschaft.