Schmetterlingsraupe

Die Raupen der Schmetterlingsarten Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) und Dunkler Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) verfügen über Brennhaare, die Hautreizungen verursachen können. Beide Raupen-Arten kommen im Kanton Solothurn vor.

Gesundheitliche Gefährdung (Quelle: Gesundheitsdienst des Kantons Basel-Stadt, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst):
Die Brennhaare auf dem Rücken der Raupen sind leicht brüchig und können bei trockener Witterung mit dem Wind über weite Strecken verbreitet werden. Die 2-3mm langen Raupen-Haare sind mit Widerhaken versetzt und bohren sich bei Berührung oder beim Einatmen in die Haut und/oder Schleimhäute (Reaktion meist unmittelbar nach Kontakt mit den Haaren).

Symptome:

  • (häufig) Hautreaktionen: starker Juckreiz, Brennen, punktuelle Rötungen oder Knötchen bis zu Quaddelbildung am ganzen Körper.
  • (selten) Reizung der oberen Luftwege: Halsschmerzen, Bronchitis, schmerzhafter Husten, Asthma.
  • (selten) Augenreizung: Rötung, Schmerzen.
  • (sehr selten) Schwindel, Fieber, Müdigkeit, allergische Reaktionen bis zum Schock.

Behandlung:
Bei einem juckenden Ausschlag nach dem Aufenthalt in einem betroffenen Gebiet sollten die Kleider gewechselt und gewaschen werden. Ausserdem den ganzen Körper gründlich abduschen und die Haare waschen, um allfällige Raupenhaare zu entfernen. Bei starken Ausschlägen, Atembeschwerden oder schweren Allgemeinsymptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Weisen Sie auf den möglichen Kontakt mit Raupenhaaren hin!

Verlauf / Prognose:
Die meisten Reaktionen, die durch die Raupenhaare verursacht werden, sind unangenehm aber harmlos. Der Juckreiz verschwindet nach ca. 7 Tagen. Festhaftende Raupenhaare lösen bei Berührung stets neue allergische Reaktionen aus. Je mehr Einzelkontakte mit Raupenhaaren erfolgen, umso stärker sind die Empfindlichkeit und die Intensität der Reaktion.

Bei einem Auftauchen dieser Raupen, ist wie folgt vorzugehen:

  • nicht berühren
  • Fundort absperren
  • Gemeindegebiet: Orientieren des örtlichen Werkhofes
  • Kantonsstrassen etc.: Orientieren des kantonalen Werkhofes

=> nur in seltenen Fällen müssen die Raupennester von einer Fachperson entfernt werden!

Fachpersonen
Wenn es sich bei dem betroffenen Gehölzbestand um Wald handelt, kann auch der kantonale Forstschutzbeauftragte angefragt werden:
Herrn Jürg Misteli
Amt für Wald, Jagd und Fischerei
Abteilung Wald
4509 Solothurn

Telefon: 032 627 23 45
Handy: 079 262 52 05
Fax: 032 627 22 97

Bei Unklarheiten kann der kantonale Pflanzenschutzdienst im Wallierhof angefragt werden:

Herrn Jonas Zürcher
Amt für Landwirtschaft
BZ Wallierhof
Höhenstrasse 46
4533 Riedholz

Telefon: 032 627 99 71
Fax: 032 627 99 12