Ambrosia

Ambrosia – das aufrechte Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) – bereitet in der Schweiz seit einiger Zeit Grund zur Sorge. Besorgniserregend ist nebst ihrem Wesen als Ackerunkraut die Tatsache, dass der Pollen dieser Pflanze hochgradig allergen wirkt und die Volksgesundheit gefährden kann. Um die Einschleppung und Ausbreitung von Ambrosia zu unterbinden, wird sie vom Bund als melde- und bekämpfungspflichtige Pflanze erklärt (Pflanzenschutzmittelverordnung PSV Art. 27-29, 37 und Anhang 10). Seit 2006 wird im Kanton Solothurn mit einem gemeinsamen Engagement von Gemeinden, Strassenunterhaltsdiensten, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Privatpersonen versucht, eine kostengünstige und wirksame Bekämpfung von Ambrosia zu erreichen.

Verbreitung
Gemäss unseren Erfahrungen gelangte Ambrosia anfänglich hauptsächlich über das Vogelfutter in die Hausgärten. Sie ist vereinzelt auch in öffentlichen Anlagen (Schulen, Parks usw.), an Strassenrändern, Bahndämmen, in und um Kiesgruben, Industriearealen, auf Schutt- und Holzlagerplätzen sowie auf privaten Kompostplätzen zu finden.

Ambrosia kann bis zu 1.5 m hoch werden und bis zu 60'000 Samen produzieren, welche im Boden während Jahrzehnten überleben können. Sie haften an Rillen von Autopneus oder an Erntemaschinen und werden beim Transport von Erde und Kies verschleppt. Die Pflanze kann wieder nachwachsen, wenn sie gemäht wird, entsprechend ist die Pflanze samt Wurzeln mit Handschuhen geschützt auszureissen und in Kehrichtsäcken zu entsorgen.

Gesundheits-Risiken
Ambrosia produziert riesige Pollenmengen, welche beim Menschen heftige Allergien – insbesondere Asthma – hervorrufen können. Das Traubenkraut  verlängert im August, September und Oktober die Pollensaison. Die Fundorte sind der jeweiligen Gemeindebehörde zu melden, welche diese anschliessend dem für die Gemeinde zuständigen Kontrolleur weiterleitet. Die ausgebildeten Kontrolleure überprüfen raschmöglichst alle gemeldeten Fundorte in privaten Hausgärten, bestimmen die Pflanze zuverlässig und wissen, wie mit ihr umzugehen ist. Fundorte auf öffentlichem Gebiet, wie z.B. Strassenränder, werden in der Regel vom zuständigen Strassenunterhaltsdienst überprüft.

Vorgehen beim Auftreten von Ambrosia
Allfällige Fundorte von Ambrosia sind dem für die Gemeinde zuständigen Kontrolleur zu melden. Diese sind von der Zentralstelle für umweltschonenden Pflanzenbau ausgebildete Personen, welche die Pflanze zuverlässig bestimmen können und wissen, wie mit ihr umzugehen ist. Die Kontrolleure überprüfen raschmöglichst alle gemeldeten Fundorte in privaten Hausgärten. Meldungen über Fundorte auf öffentlichem Gebiet, z.B. Strassenränder, müssen ebenfalls weitergeleitet werden. Eine Überprüfung findet jedoch nur statt, wenn der zuständige Strassenunterhaltsdienst oder der Gemeindeverantwortliche für Pflanzenschutz die Pflanze nicht mit Sicherheit bestimmen kann.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Amt für Landwirtschaft.