Kopfläuse

Kopfläuse sind lästig, aber nicht gefährlich. Sie sind ein Problem, welches immer wieder in Einrichtungen (zum Beispiel in Kindergärten und Schulen) auftritt, wo viele Menschen engen Kontakt miteinander haben. Ein Kopflausbefall kommt in allen Altersstufen und allen sozialen Schichten vor. Kopfläuse leben nur auf dem Kopf des Menschen und ernähren sich von menschlichem Blut. Der Gesundheitsschutz im Rahmen der Schulgesundheitsdienste (Schularzt, Schulzahnarzt, Zahnprophylaxe) ist ein wichtiger Teilbereich der Aufgaben der Volksschulen im Kanton Solothurn.

Ausbreitung

Die Übertragung erfolgt ausschliesslich durch direkten Haarkontakt (Köpfe zusammenstecken). Kopfläuse werden nicht über Gegenstände oder Tiere übertragen. Sie können weder springen noch fliegen.

Diagnose und Kopfläuse erkennen

Kopfläuse sind mit blossem Auge schwer erkennbar. Oft ist ein Kopflausbefall mit Juckreiz am Kopf verbunden. Ein Kopflausbefall ist sicher vorhanden, wenn lebende Kopfläuse gefunden werden. Und es ist  möglich, dass ein Kopflausbefall vorliegt auch wenn nur Eier/Nissen (Nissen sind leere Eihüllen) gefunden werden. Am besten findet man Kopfläuse bei einer Kontrolle der Haare in nassem Zustand mit einem Lauskamm und/oder unter Anwendung einer Pflegespülung/Conditioner (siehe Merkblatt "Behandlung von Kopfläusen").

Was Sie tun können

Hier finden Sie die wichtigsten Massnahmen rund um die Vorbeugung und Behandlung von Kopflausbefall.

Lebenszyklus einer Kopflaus

Eine geschlechtsreife weibliche Kopflaus legt in ihrem kurzen Leben ca. 80-100 Eier. Die Kopflaus  klebt die Eier nahe dem Haaransatz an mit einem wasserunlöslichen Leim (Chitin). Am häufigsten sind sie hinter den Ohren, in der Schläfengegend und im Nacken zu finden. Nach ca. 7-10 Tage schlüpft die junge Kopflaus (Nymphe genannt). Die Nymphe ernährt sich, wie die ausgewachsene Kopflaus von menschlichem Blut und ist von blossem Auge schwer erkennbar. Durch dreimaliges Häuten, wächst die Nymphe zu einer geschlechtsreifen erwachsenen Kopflaus heran und beginnt dann mit der Eierablage. Dieser Prozess dauert nochmals ca. 7-9 Tage. Eine Kopflaus lebt bis zu 30 Tage.

Unsere Empfehlungen für Kindergärten/Schulen

  • Ziehen Sie eine Kopflausfachperson hinzu, die Sie bei der Bekämpfung des Kopflausbefalls im Kindergarten/in der Schule unterstützt. Falls Sie keine Kopflausfachperson in Ihrer Gemeinde haben, können Sie sich bei Fragen an Frau Rosetta Niederer (Kopflausfachperson der Stadt Olten, rosettaniederer@bluewin.ch) wenden. Sie hilft Ihnen gerne weiter.
  • Befolgen Sie das Merkblatt "Behandlung von Kopfläusen" für Schule und Kindergarten.

Falls Sie keine Kopflausfachperson hinzuziehen, empfehlen wir Ihnen, nachfolgendes neutrales Orientierungsschreiben zu verwenden, welches Sie immer mit dem Merkblatt "Behandlung von Kopfläusen" abgeben:

Kopflauskonzept Volksschulen Olten

Die Volksschule Olten hat in Zusammenarbeit mit einer speziell ausgebildeten "Kopflaus-Fachperson" im Jahre 2007 ein Konzept zur Bekämpfung des Kopflausbefalls an Kindergärten und Schulen erarbeitet. Seither wurde dieses Konzept umgesetzt und hat sich bewährt. Das neu überarbeitete "Kopflaus-Konzept der Volksschule Olten" (März 2019) wird als Beispiel hier auf der Webseite aufgeführt und zur Verfügung gestellt.