Tuberkulose

Tuberkulose (früher auch als Schwindsucht bezeichnet) ist in der Schweiz selten geworden, gehört aber nach wie vor weltweit zu einer der häufigsten und schlimmsten Infektionskrankheiten. Tuberkulose wird verursacht durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis und entwickelt sich am häufigsten (rund 80% der Fälle) in der Lunge, sie kann aber jedes Organ befallen. Nur bei etwa 10% aller infizierten Menschen bricht die Krankheit aus, meistens innert Monaten, es kann aber auch einige Jahre oder Jahrzehnte dauern. In der Schweiz sind meist ältere oder an einer chronischen Krankheit leidende Personen betroffen sowie Immigranten, Randgruppen und deren Pflegepersonen.

Krankheitsbild

Ähnliche Symptome wie bei einer Lungenentzündung: anhaltender Husten mit gelb-grünem Auswurf und Brustschmerzen. Ebenfalls typisch sind Fieber, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Nachtschweiss und Müdigkeit. Wenn die Tuberkulose nicht behandelt wird, verläuft sie oft tödlich.

Ansteckung

Die Übertragung erfolgt über bakterienhaltige Tröpfchen, die eingeatmet werden. Die Tröpfchen werden von an Lungentuberkulose erkrankten Personen ausgehustet. Die Bakterien können mehrere Jahrzehnte im Körper bleiben, ohne eine Erkrankung auszulösen. Die meisten Personen, die mit dem Bakterium in Kontakt kommen, werden nicht krank. Nur Personen, die einen engen Kontakt mit einer an Tuberkulose erkrankten Personen gehabt haben, können selber erkranken. Schätzungen zufolge braucht es für eine Ansteckung einen rund zweistündigen Aufenthalt mit einer erkrankten Person in einem ungelüfteten Raum. Eine Ansteckung im Freien oder bei kurzem Kontakt ist äusserst selten.

Behandlung

Die Therapie ist langwierig (rund 6 Monate) und besteht aus einer Kombination von verschiedenen Antibiotika. Dies soll die Gefahr einer Resistenzbildung vermindern. Trtotzdem kann es bei Behandlungsunterbrüchen, Fehlern in der Dosierung oder Verwechslung der Medikamente dazu kommen.

Vorbeugung

Zur Zeit gibt es keinen wirksamen Impfschutz gegen Tuberkulose, deshalb ist die wichtigste Massnahme gegen die Verbreitung, die infizierten Personen möglichst frühzeitig zu entdecken (Umgebungsuntersuchung) und rasch mit der effektivsten Therapie zu behandeln.