Legionellose (Legionärskrankheit)

Legionellen sind nicht-sporenbildende Bakterien, welche praktisch überall in der Natur vorkommen. Die Erreger kommen natürlicherweise in fast allen feuchten und wässrigen Umgebungen vor, und können sich besonders gut vermehren in stehendem Wasser bei Temperaturen zwischen 25° und 40° C (Wasserleitungen, Wasserhähne, Duschköpfe, Wasserbäder, Sprudelbäder, Lüftungsanlagen, etc.). Es ist gibt ca. 48 verschiedene Arten, die alle Krankheiten beim Menschen auslösen können. Insbesondere Legionella pneumophila ist für den Menschen gefährlich, da es der Erreger der Legionellose (Legionärskrankheit) und des Pontiac-Fiebers ist. Die Infektionen sind häufiger und verlaufen schwerer bei älteren Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Am ehesten erkranken daher Personen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie Raucher und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch Inhalation von Legionellen in zerstäubten Wassertröpchen (Aerosolform) in der Luft, also nicht über das Trinken von Wasser. Die Aerosole können sich an Duschköpfen oder in Luftblasen im Sprudelbad bilden.

Krankheitsbild

Die Legionellose äussert sich hierzulande meist als Lungenentzündung, die von anderen Lungenentzündungen kaum zu unterscheiden ist; spezialisierte Untersuchungen sichern die Diagnose.

Vorbeugung

Ältere Personen, Raucher und Personen mit einer geschwächte Immunabwehr sind besonders anfällig für eine Legionella-Infektion. Verschiedene Massnahmen im Bereich von sanitären Installationen verhindern die Vermehrung von Legionellen.

Neue gesetzliche Bestimmungen für öffentliche Bäder

Der Bund gibt seit dem 1. Mai 2017 Anforderungen an die Qualität und Aufbereitung des Wassers für öffentlich zugängliche Duschanlagen und Bäder vor (Schwimmbäder, einschliesslich Sprudelbäder, Thermalbäder, Mineralbäder, Solebäder, Wellnessbäder, Therapiebäder, Kinderplanschbecken und Wasserbecken mit biologischer Aufbereitung des Badewassers). Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite der Lebensmittelkontrolle des Kantons Solothurn.