Kontingentsflüchtlinge

Das Projekt Resettlement

Der Bundesrat hatte im September 2013 beschlossen, im Rahmen eines Pilotprojekts bis Ende 2015 insgesamt 500 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen. Das Pilotprojekt sah vor, dass Opfern des Syrienkriegs, die vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) als Flüchtlinge anerkannt wurden, in der Schweiz einen permanenten Schutz gewährt und eine bessere Integration ermöglicht wird.

Seit dem Pilotprogramm wurden weitere Programme durchgeführt. Aktuell läuft das 3. Programm mit einer schweizweiten Aufnahme von 800 Personen aus den Konfliktgebieten rund um Syrien.

Die Kriterien zur Aufnahme

Zusammen mit dem Uno Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) wählt das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Resettlement-Flüchtlinge aus. Hierbei kennt einerseits das UNHCR diverse Kriterien und andererseits hat auch die Schweiz die Auswahl priorisiert. Kriterien für die Auswahl seitens UNHCR sind beispielsweise

  • ein besonderes rechtliches und physisches Schutzbedürfnis
  • besonderen medizinischen Behandlungsbedarf
  • Opfer von Gewalt und Folter
  • Personen, die keinerlei Perspektive auf Eingliederung im derzeitigen Aufenthaltsstaat mehr haben

Weitere Kriterien sind: 

  • 40 bis 60 % Frauen- oder Mädchenanteil
  • 0,7 % physisch und psychisch geschwächte Personen
  • Vorhandener Integrationswillen der Flüchtlinge

Die Programme

Programm I (Pilot)

2013-2016, Aufnahme von 500 Personen, Verteilung auf Pilotkantone

Programm II

2017-2019, Aufnahme schweizweit von 2000 Personen, Verteilung auf alle Kantone

Sofortmassnahme Libyen

2018, Aufnahme insgesamt von 80 Personen, Evakuierung von Flüchtlingslagern

Programm III

2019-2021, Aufnahme schweizweit von 800 Personen, Verteilung auf alle Kantone