Entzug und Therapie

Stationäre Angebote erfüllen eine wichtige Aufgabe im Bereich der Suchthilfe. Sie können sowohl abstinentorientiert sein, wie auch auf einen kontrollierten Umgang mit Suchtmitteln hinarbeiten. Im Kanton Solothurn stehen der Bevölkerung sowohl Angebote zum Entzug und Teilentzug als auch zur stationären Therapie zur Verfügung.

Entzug

Als Institutionen, welche Entzug oder Teilentzug anbieten, stehen innerkantonal die Psychiatrischen Dienste der Solothurner Spitäler AG, das Bürgerspital Solothurn oder das Kantonsspital Olten zur Verfügung. Die substitutionsgestützte Behandlung findet in Olten im Zentrum Herol und in Solothurn im Zentrum Gourrama statt, wobei der Wohnort über die Zuständigkeit entscheidet.

Stationäre Suchttherapie

Der Kanton Solothurn verfügt über 88 Plätze der stationären Suchttherapie. Die Casa Fidelio (für Männer) und Lilith Therapie (für Frauen und Kinder), bieten geschlechtsspezifische Therapie an. In der Chratten Suchttherapie können Frauen und Männer eine abstinenzorientierte Suchttherapie absolvieren.

Der Kanton Solothurn ist der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE) auch im Bereich stationäre Therapie- und Rehabilitationsangebote im Suchtbereich (C) beigetreten. Die Institutionen Casa Fidelio, Lilith und Chratten sind nach den Richtlinien der IVSE anerkannt.

Versorgungsregion Nordwestschweiz

Die Zusammenarbeit der Kantone Solothurn, Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt verfolgt das Ziel, einheitliche Rahmenbedingungen für die Institutionen zu schaffen und damit die Versorgungssicherheit der KlientInnen zu gewährleisten. Die gemeinsamen Kriterien lauten:

  • Vorliegen eines anerkannten Qualitäts-Zertifikates
  • Vorliegen einer kantonalen Betriebsbewilligung
  • Überprüfte Tages- oder Behandlungspauschale auf Vollkostenbasis

Finanzierung

Die Finanzierung der stationären Suchttherapie erfolgt über kostendeckende, vollkostenbasierte Tagespauschalen. Personen, welche die Tagespauschalen nicht tragen können, haben die Möglichkeit, Sozialhilfeleistungen bei der Wohnsitzgemeinde zu beantragen.