Ein Hund beisst zu, was dann?

Aerztinnen und Aerzte sind verpflichtet, Beissvorfälle dem Oberamt zu melden. Zudem besteht eine Meldepflicht von verhaltensauffälligen und aggressiven Hunden von Tierärztinnen/Tierärzten, Polizeiorganen sowie Hundeausbildnern. Aufgrund der eingegangenen Meldung leitet das Oberamt die nötigen Schritte in die Wege, um den Sachverhalt und eine mögliche Gefährdung durch den Hund abzuklären. 

Die Oberämter prüfen im Einzelfall die Massnahmen, die nötig sind, um Mensch und Tier vor Gefährdung und Belästigung durch Hunde zu schützen. Die Oberämter können insbesondere (§ 5 Hundegesetz vom 7. November 2006):

  • Ermahnungen und Verwarnungen aussprechen;
  • Anordnungen über Erziehung, Pflege oder Unterbringung des Hundes erlassen;
  • Anordnungen über Beaufsichtigung einschliesslich Leinen- und Maulkorbzwang erlassen;
  • Einen Hund unter Beobachtung stellen oder einen Wesenstest des Hundes anordnen;
  • Den Besuch eines Hundehalterkurses oder eines Erziehungskurses für Hunde anordnen;
  • Die vorübergehende Unterbringung in einem Tierheim oder eine andere geeignete Tierhaltung anordnen;
  • Den Hund zur Neuplatzierung entziehen;
  • In schwerwiegenden Fällen die Kastration oder Sterilisation des Hundes anordnen, die Hundehaltung verbieten oder die kostenpflichtige Euthanasierung  des Hundes anordnen;
  • Andere geeignete Massnahmen ergreifen. 

In diesem Bereich arbeiten die Oberämter eng mit dem Veterinärdienst des Kantons Solothurn zusammen. Zudem können im Einzelfall weitere Fachorgane beigezogen werden.

Für weiterführende Informationen zum Hundewesen, nutzen Sie nachstehenden Link: https://www.so.ch/verwaltung/volkswirtschaftsdepartement/amt-fuer-landwirtschaft/veterinaerdienst/hunde/