Alimentenbevorschussung und -Inkasso

Alimentenbevorschussung - Höchstbetrag ab 1.1.2018

Gemäss § 97 Abs. 1 des Sozialgesetzes (BGS 831.1) entspricht die Höhe des Vorschusses maximal dem gerichtlich, behördlich oder vertraglich festgelegten individuellen Unterhaltsbeitrag, höchstens aber dem Durchschnitt der minimalen und maximalen einfachen Waisenrente nach dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG). Mit Wirkung ab 1.1.2019 (Bundesamt für Sozialversicherung BSV, monatliche Vollrenten, Skala 44) beträgt die monatliche einfache Waisenrente im Minimum CHF 474.00 und im Maximum CHF 948.00. Diese Ansätze werden der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung im Jahr 2019 angepasst. Daher beträgt der Höchstbetrag des Vorschusses mit Wirkung ab 01.01.2019 CHF 711.00 pro Kind und Monat.

Inkasso

Die Oberämter führen das Inkasso für die bevorschussten Alimente. Die vielfältigen Inkassohandlungen gegenüber dem Unterhaltspflichtigen bestehen aus Mahnungen, Betreibungen,Konkurseingaben, Einleiten von Lohnpfändungen und nötigenfalls von Strafklagen wegen Vernachlässigung der Unterhaltspflicht. Die Durchführung des Inkassos erfolgt EDV-gestützt nach vorgegebenen Abläufen. Trotz strenger Bewirtschaftung sank der Inkassoerfolg in den letzten Jahren, was unter anderem durch die Konjunktur und die Zunahme binationaler Familien und Forsetzungsfamilien sowie der privaten Verschuldung zu erklären ist.

Inkassohilfe

Für nacheheliche Unterhaltspflichten, in der Regel also für Frauenalimente, leistet das Oberamt auf Antrag Inkassohilfe. Für die Dienstleistung wird im Rahmen des Inkassoerfolgs eine bescheidene Gebühr erhoben.