Vorsorgeauftrag

Die Errichtung eines Vorsorgeauftrags ist an Formvorschriften geknüpft (Art. 361 ZGB), deren Missachtung die Ungültigkeit zur Folge hat.

 

Der Vertrag ist eigenhändig zu errichten oder nach kantonalem Recht öffentlich beurkunden zu lassen.

Die Urkundsperson hat die aufraggebende Person bei der Errichtung des Vorsorgeauftrags zu beraten, deren Identität festzustellen und zu klären, ob der Inhalt der Urkunde tatsächlich deren Willen entspricht.

 

Der Auftraggeber hat zudem die Möglichkeit, die Erstellung des Vorsorgeauftrages und dessen Hinterlegungsort einem Zivilstandsamt seiner Wahl zu melden. Dadurch werden die entsprechenden Informationen in das Verzeichnis der Vorsorgeaufträge „Infostar“ aufgenommen.

 

Nimmt die bezeichnete Person den Vorsorgeauftrag an, wird sie zur Beauftragten, die im Rahmen ihres Mandates berechtigt und verpflichtet ist, die urteilsunfähige Person unter Beachtung der Sorgfaltsregeln zu vertreten. Grundsätzlich gelten die Bestimmungen über den einfachen Auftrag gemäss Art. 394 ff. ZGB.

 

Die Entschädigung für eine mit einem Vorsorgeauftrag betraute Person wird durch die KESB analog den Bestimmungen über die Entschädigung für Mandatstragende entrichtet.