Fürsorgerische Unterbringung

 

Möchte eine Ärztin oder ein Arzt eine fürsorgerische Unterbringung anordnen, ist gemäss § 123 Abs. 1 EG ZGB i.V.m. Art. 429 und Art. 430 ZGB Folgendes zu beachten:

 

Nur in der Schweiz zur selbständigen Berufsausübung zugelassene Ärztinnen und Ärzte dürfen eine FU anordnen und dies im Kanton Solothurn für die Dauer von höchstens 72 Stunden.

 

 

Der Arzt/ die Ärztin hat wie folgt vorzugehen:

  • Arzt/Ärztin untersucht die betroffene Person persönlich und hört sie an
  • Arzt/Ärztin füllt den Unterbringungsentscheid aus
  • Ein Exemplar des Unterbringungsentscheids wird der betroffenen Person ausgehändigt, ein Exemplar geht an die Einrichtung (Klinik), ein Exemplar geht per Fax an die KESB.
  • Arzt/Ärztin informiert nach Möglichkeit eine der betroffenen Person nahestehende Person und weist diese auf Beschwerdemöglichkeit hin