Aufenthalt in Wohn- und Pflegeeinrichtung

Soll eine urteilsunfähige Person über eine längere Zeitdauer in einem Wohn- oder Pflegeheim betreut werden, muss von einer bei medizinischen Massnahmen vertretungsbefugten Person ein schriftlicher Betreuungsvertrag abgeschlossen werden.

Eine Mustervorlage eines Betreuungsvertrages von CURAVIVA Schweiz finden Sie hier.

Einschränkung der Bewegungsfreiheit

Die Bewegungsfreiheit einer urteilsunfähigen Person, die in einer Wohn- oder Pflegeeinrichtung untergebracht ist, darf nur unter strengen Voraussetzungen eingeschränkt werden. Eine Einschränkung ist nur zulässig, wenn mildere Massnahmen nicht ausreichen und eine ernsthafte Gefahr für Leib oder Leben der betroffenen Person oder Dritter besteht oder wenn das Gemeinschaftsleben schwerwiegend gestört ist.

Als bewegungseinschränkende Massnahmen gelten sowohl elektronische Überwachungsmassnahmen, als auch das Abschliessen von Türen, das Anbringen von Bettgittern und anderen Schranken sowie das Angurten zur Vermeidung von Stürzen.

Beschwerde

Die betroffene oder eine ihr nahestehende Person kann sich jederzeit schriftlich gegen die Einschränkung der Bewegungsfreiheit an die KESB wenden. In solchen Fällen ist die KESB zuständig, welche sich im Verwaltungskreis des Wohn- oder Pflegeheimes befindet.

Gegen den Entscheid der KESB kann sich die betroffene oder eine ihr nahestehende Person innert 30 Tagen auf dem Beschwerdeweg an das kantonale Verwaltungsgericht wenden.