Drogen und Alkohol

Drogen und Alkohol aus der Sicht der Jugendanwaltschaft

Drogen, insbesondere Cannabis und Alkohol sind Themen, mit denen sich auch die Jugendanwaltschaft immer wieder befassen muss. Es ist oftmals Teil des Erwachsenwerdens, erste Erfahrungen mit Alkohol und Drogen zu machen. Jugendliche wollen Grenzen ausloten und neue Erfahrungen machen. Werbekampagnen für Alkohol und Nikotin versuchen, junge Menschen auf den Geschmack der von ihnen beworbenen Produkte zu bringen. Eine wichtige Rolle spielen die Gruppen, in denen sich die Jugendlichen bewegen und zu denen sie gehören wollen. Gruppendruck ist ein Phänomen, welches auf Kinder und Jugendliche einen sehr starken Einfluss hat. Sie wollen dazugehören.

Die Jugendanwaltschaft kann Fragen rund um das Thema Drogen und Alkohol nicht endgültig beantworten. Auf www.sfa-ispa.ch finden Sie Informationen von Fachleuten zu allen legalen und illegalen Drogen. Dort können Sie auch Broschüren und Bücher zum Thema herunterladen und bestellen.

Cannabis (Haschisch, Marihuana, "Gras")

Immer mehr Jugendliche konsumieren Cannabis, um sich "zuzudröhnen". Sie wollen sich "verladen", sich betäuben, unserer Welt ein Stück weit entfliehen und ihre Probleme vergessen oder verdrängen. Dies sind die Jugendlichen, die auf dem Perron am frühen Morgen auf dem Weg zur Lehrstelle oder in die Schule noch schnell ihren Joint reinziehen müssen, damit sie die Mühen des Tages besser überstehen. Dies hat mit Genuss nichts mehr zu tun und muss zumindest als Risikokonsum oder gar als ein Suchtproblem eingestuft werden. Solche Jugendliche sind dringend auf externe Hilfe angewiesen.

Jugendliche, welche zum ersten Mal wegen Cannabiskonsums bei der Jugendanwaltschaft verzeigt werden, und deren Eltern können sich bei der Jugendanwaltschaft für einen Suchtpräventionskurs anmelden. Die Teilnahme an einem solchen Kurs ist für Jugendliche sinnvoller als eine Bestrafung.