Abschnitt Wehr Biberist bis Aare

Die Hochwasser 2005 und 2007 haben die erheblichen Schutzdefizite entlang der Emme zwischen dem Wehr Biberist und der Aare in Luterbach / Zuchwil deutlich aufgezeigt. Auch die kommunalen Gefahrenkarten belegen diese Defizite und bestätigen: Die Emme braucht mehr Platz. Der Flusslauf weist in diesem Teilstück zusätzliche Mängel auf: Verklausungsgefahr bei Brücken, ökologische Defizite wegen harten Uferverbauungen und Querschwellen. Der Kanton hat den Handlungsbedarf erkannt und das Bauprojekt „Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme“erarbeitet.

Die Wasserbauarbeiten starten im Frühling 2018

Anfangs April 2018 beginnen die Installations- und Wasserbauarbeiten im Los 4 in Biberist und Derendingen. Dazu sind im Winter 2017/18 entlang dem Gewässerlauf bereits knapp sieben Hektaren Wald gerodet worden. Zuerst erfolgen die Installationsarbeiten. Sie beanspruchen wenige Wochen. Ende April/anfangs Mai starten dann die eigentlichen Bauarbeiten. Die Wasserbauarbeiten des gesamten Projekts dauern bis Mitte 2021.

Laufende Arbeiten: Deponiesanierungen

Die Arbeiten für die Deponiesanierungen Rüti in Zuchwil, Schwarzweg in Derendingen und die Bioschlammdeponie in Biberist schreiten planmässig voran. Sie sollten per Ende März 2018 definitiv abgeschlossen sein. Die ehemalige Kehrrichtdeponie Rüti in Zuchwil ist bereits seit Ende September 2017 vollständig ausgeräumt und mit einem provisorischen Hochwasserschutzdamm versehen. Die Wasserbauarbeiten ist in diesem Projektabschnitt (Los 5) werden zirka 2020 ausgeführt.


Bei den Sanierungen wird das Aushubmaterial so weit möglich in die verschiedenen Abfallkategorien triagiert. Pro Tag werden bis 500 m3 Deponiematerial auf Grossdumper geladen und über temporäre Baupisten zum Hauptinstallationsplatz bei der Papieri Biberist geführt. Dort wird das Material weiter sortiert und je nach Abfallkategorie per Bahn (rund 60%) oder Lastwagen (rund 40%) in eine Aufbereitungsanlage, in die Verbrennung oder in eine überwachte Deponie geführt. Nach dem Aushub der Deponien werden die Baugruben nicht wieder aufgefüllt, sondern mit provisorischen Dämmen und Uferverbauungen gesichert. Im Rahmen der nachfolgenden Wasserbauarbeiten entstehen dort Überflutungsflächen, die sich zu dynamisch geprägten Auen entwickeln werden.

Laufende Deponiesanierungen Stand November 2017

Abschluss der Deponiesanierungen voraussichtlich Ende 2017

Die Aushubarbeiten auf den Deponien schreiten voran

Aushub der Deponie Rüti

Die Deponiesanierungen beginnen

Bildergalerie Rodungen

Rückbau der ARA abgeschlossen

Am Tag der offenen Baustelle konnte die ehemalige ARA der Papieri Biberist zum letzten Mal besichtigt werden. Seither wurden die ARA und ihre Nebengebäude (Los 0) nach und nach zurückgebaut. Dabei wurde möglichst viel Material dem Recycling zugeführt.  Seit dem  10. Juni 2016 sind die Arbeiten abgeschlossen.

Bildergalerie zur Baustelle

Bildergalerie vom Spatenstich (8. April 2016)

Projekt Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme genehmigt

Am 25. Januar 2016 hat der Regierungsrat den kantonalen Erschliessungs- und Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften genehmigt. Am 28. Februar 2016 stimmte das Solothurner Stimmvolk dem Verpflichtungskredit von brutto 73.6 Mio. Franken für dieses Emmeprojekt mit grosser Mehrheit zu. Nach Abzug der voraussichtlichen Beiträge von Bund, kantonalem Altlastenfonds, Gemeinden und Dritten verbleiben dem Kanton Solothurn Kosten in der Höhe von netto 18.8 Mio. Franken.