Abschnitt Wehr Biberist bis Aare

Die Hochwasser 2005 und 2007 haben die erheblichen Schutzdefizite entlang der Emme zwischen dem Wehr Biberist und der Aare in Luterbach / Zuchwil deutlich aufgezeigt. Auch die kommunalen Gefahrenkarten belegen diese Defizite und bestätigen: Die Emme braucht mehr Platz. Der Flusslauf weist in diesem Teilstück zusätzliche Mängel auf: Verklausungsgefahr bei Brücken, ökologische Defizite wegen harten Uferverbauungen und Querschwellen. Der Kanton hat den Handlungsbedarf erkannt und das Bauprojekt „Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme“erarbeitet.

Impressionen von den Rodungen im Los 6 (Herbst 2018)

Impressionen von den Bauarbeiten im Los 4 (Herbst 2018)

Erste Arbeiten im Los 6 und 5 (Herbst 2018)

Bereits im Herbst 2018 beginnen die Arbeiten an der Emme im Los 6 (Luterbach / Zuchwil) und in einem Teilstück vom Los 5 (entlang der untere Emmengasse Derendingen / Luterbach). Als Vorbereitung für die Wasserbauarbeiten werden ab Oktober 2018 rund 7.8 ha Wald gerodet. Unmittelbar nach den Rodungen beginnen die Wasserbauarbeiten entlang des Gewässerlaufs im Los 6. Die Betonarbeiten und Dammbauten an der Unteren Emmengasse folgen anfangs 2019.

Koordination mit Drittprojekten

Mit dem geplanten Neubau der Kehrichtverbrennungsanlage (KEBAG ENOVA), dem Ersatz-Neubau der Kantonstrassenbrücke zwischen Luterbach und Zuchwil (Projektleitung Amt für Verkehr und Tiefbau, AVT) und dem Hochwasserschutzprojekt werden in der nächsten Zeit im untersten Emmeabschnitt gleich drei grosse Projekte umgesetzt. Damit alles rund läuft, sind terminliche und inhaltliche Absprachen von grosser Bedeutung. Aufgrund dieser Absprachen hat der Kanton entschieden, die Wasserbauarbeiten im Los 6 vorzuziehen, damit sie nicht mit KEBAG ENOVA zusammenfallen. Eng koordiniert werden die Arbeiten zum Hochwasserschutzprojekt und der Ersatz-Neubau der Kantonstrassenbrücke (Bauzeit Herbst 2018 - Sommer 2021).

Jetzt wird gebaut

Nach den Deponiesanierungen und den umfangreichen Rodungen entlang des Gewässerlaufs (knapp sieben Hektaren) starteten im Mai 2018 die Wasserbauarbeiten im Los 4 (Biberist / Derendingen). Im Wesentlichen wird die Emme breiter gemacht, und es werden Hochwasserschutzdämme gebaut. Die Wasserbauarbeiten des gesamten Projekts dauern bis Ende 2020.

Erste Impressionen von der Baustelle

Deponiesanierungen abgeschlossen

Die Arbeiten für die Deponiesanierungen Rüti in Zuchwil, Schwarzweg in Derendingen und die Bioschlammdeponie in Biberist wurden per Ende März 2018 definitiv abgeschlossen. Im Rahmen der nun folgenden Wasserbauarbeiten entstehen dort Überflutungsflächen oder Flussaufweitungen, die sich zu dynamisch geprägten Auen entwickeln werden.

Fotogalerie: Deponiesanierungen abgeschlossen

Impressionen der Deponiesanierungen (November 2017)

Impressionen der Deponiesanierungen (Herbst 2017)

Impressionen vom Aushub der Deponien

Aushub der Deponie Rüti

Start der Deponiesanierungen

Bildergalerie Rodungen

Rückbau der ARA abgeschlossen

Am Tag der offenen Baustelle konnte die ehemalige ARA der Papieri Biberist zum letzten Mal besichtigt werden. Seither wurden die ARA und ihre Nebengebäude (Los 0) nach und nach zurückgebaut. Dabei wurde möglichst viel Material dem Recycling zugeführt.  Seit dem  10. Juni 2016 sind die Arbeiten abgeschlossen.

Bildergalerie zur Baustelle

Bildergalerie vom Spatenstich (8. April 2016)

Projekt Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme genehmigt

Am 25. Januar 2016 hat der Regierungsrat den kantonalen Erschliessungs- und Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften genehmigt. Am 28. Februar 2016 stimmte das Solothurner Stimmvolk dem Verpflichtungskredit von brutto 73.6 Mio. Franken für dieses Emmeprojekt mit grosser Mehrheit zu. Nach Abzug der voraussichtlichen Beiträge von Bund, kantonalem Altlastenfonds, Gemeinden und Dritten verbleiben dem Kanton Solothurn Kosten in der Höhe von netto 18.8 Mio. Franken.