Hochwasserschutz Aare, Olten - Aarau

Die Aare ist im Kanton Solothurn Lebensader und Bedrohung zu gleich.

Schon im vorletzten Jahrhundert wollten die Bewohner entlang des Flusses den Naherhoungsraum geniessen, Schutz vor dem Hochwasser finden - aber zugleich das Land nutzen. Die Aare wurde in ein enges Korsett gezwungen.

Doch die Natur lässt sich nicht so einfach beherrschen. Das Wasser hat immer wieder Wege jenseits der von uns gesteckten Grenzen gefunden und dabei grossen Schaden angerichtet.

Ursprünglich plante der Kanton für das Gebiet zwischen Olten und Aarau ein Gesamtprojekt für den Hochwasserschutz. Aufgrund des Hochwassers im Jahr 2007 änderte der Kanton die Prioritäten: Er entschied sich, das Projekt aufzuteilen in "vorgezogenen Massnahmen" und in ein "Hauptprojekt".

Ausgangslage

In den Jahren 2005 und 2007 führten Hochwasser zwischen Olten und Aarau zu Überflutungen und Zerstörungen im Siedlungsgebiet. Grosse Siedlungsgebiete und Infrastrukturanlagen wiesen nicht den geforderten Hochwasserschutz auf.

Gefahrenkarte als Grundlage

In den kommunalen Gefahrenkarten wurden die Hochwasserschutz-Defizite erfasst und dargestellt.
Die Karten dienten als Grundlage für eine umfassende Gefahrenanalyse, für die Festlegung der Schutzziele und der notwendigen wasserbaulichen Massnahmen.

Ökologisches Leitbild Aare

Die im Auftrag des AfU erarbeitete Studie "Ökologisches Leitbild Aare, Olten bis Aarau" gab für die Aufwertung des unteren Aareabschnittes die Richtung vor.

Das ökologische Leitbild
... beschreibt den Zustand der Aare um 1850 und heute
... zeigt ökologische Defizite in Fluss und Aue auf
... ermittelt und beurteilt Rahmenbedingungen für Aufwertungen
... formuliert Ziele und mögliche Massnahmen im Hinblick auf den angestrebten und erreichbaren Zustand der Auenlandschaft Aare