Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt: Vom Spritzen des Lebhages gegen den Buchsbaumzünsler, über das Streuen von Schneckenkörnern im Gemüsegarten bis hin zur Bekämpfung von Insekten, Pilzkrankheiten und Unkräutern in der Landwirtschaft.

Auch bei korrekter Anwendung gelangen Pflanzenschutzmittel in den Stoffkreislauf. Im Boden können Pflanzenschutzmittel die Bodenlebewesen beeinträchtigen und die Bodenfruchtbarkeit reduzieren. Bei Regenfall werden überschüssige Wirkstoffe abgeschwemmt und in die Gewässer getragen, wo sie in die Nahrungskette gelangen und die Wasserlebewesen schädigen. Von den Bächen und Flüssen oder durch Versickerung gelangen Pflanzenschutzmittel ins Grundwasser, wo sie eine Gefahr für das Trinkwasser darstellen.

Im September 2017 wurde vom Bundesrat der nationale Aktionsplan Pflanzenschutzmittel verabschiedet. Durch einen zurückhaltenden und sorgfältigeren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln soll das Risiko für Mensch und Umwelt halbiert werden.

Zur Umsetzung des Aktionsplans hat der Kanton Solothurn einen kantonalen Massnahmenplan ausgearbeitet. Dieser wurde im März 2018 vom Regierungsrat genehmigt.

Umgesetzt wird dieser Massnahmenplan durch das Amt für Umwelt, das Amt für Landwirtschaft und durch den Solothurner Bauernverband. Dabei ist das Amt für Umwelt für die folgenden Massnahmen verantwortlich: 

  • Geltende Einschränkungen des Einsatzes der PSM in Grundwasserschutzzonen prüfen. 
  • Altbestände aus privaten Haushaltungen auflösen.
  • Kontrolle der korrekten Wiedergabe der Anwenderschutzmassnahmen in der Kennzeichnung und im Sicherheitsdatenblatt in der Marktkontrolle.
  • Weiterführung Kontrollen landwirtschaftlicher Genossenschaften und Kontrollen an Gemeinde-Werkhöfen bezüglich Verkauf PSM an berufliche und nicht berufliche Anwender. 
  • Beratung von kommunalen Werkhöfen.
  • Weiterführung Monitoring AfU und Erfolgskontrolle