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Zustand Solothurner Gewässer 2015

Dieser Bericht informiert über den Zustand der Fliessgewässer, der Kleinseen und des Grundwassers im Kanton Solothurn. Er zeigt auf, welche Ziele mit den bisherigen Gewässerschutzmassnahmen erreicht worden sind. Weiter beleuchtet der Bericht, welche menschlichen Tätigkeiten die ober- und unterirdischen Wasservorkommen nach wie vor – oder sogar in immer stärkerem Ausmass – gefährden. Schliesslich wird erläutert, in welchen Bereichen Massnahmen zu ergreifen sind, damit der grundsätzlich gute Zustand der Solothurner Gewässer erhalten bzw. dort, wo das nicht der Fall ist, verbessert werden kann.

 

Der erste Bericht zum Zustand Solothurner Gewässer erschien 2000, der zweite 2008. Der nun dritte Bericht thematisiert neben der Wasserqualität auch die Siedlungsentwässerung und die Abwasserreinigung.

1 Gewässernetz

Bei Fliessgewässern interessieren vor allem die Abflusswerte. Von grosser Bedeutung sind aber auch die Wassertemperatur und die Wasserqualität. Sie beeinflussen alle Stoffwechselvorgänge sowie die Zusammensetzung der Lebensgemein-
schaften in Bächen, Flüssen und Seen.

2 Qualität der Oberflächengewässer

Ibach in Zullwil

Trotz beträchtlicher Fortschritte sind die Ziele des Gewässerschutzes noch längst nicht überall erreicht. Der grösste Handlungsbedarf besteht bei der übermässigen Belastung der Fliessgewässer und Kleinseen mit unerwünschten Nährstoffen, Schwermetallen und Mikroverun-
reinigungen wie z.B. Pestiziden.

3 Biologischer Gewässerzustand

Die Äsche gehört zu den kälteliebenden Fischarten. (Bild: David Gerke)

Biologische Parameter ergänzen die chemischen Untersuchungen und geben Auskunft über den langfristigen Zustand eines Gewässers und über dessen Gewässerökologie.

Fische und Fischerei
Durch die Klimaerwärmung erhöhen sich die Wassertemperaturen in Fliessgewässern, und dadurch verändern sich auch die Fischbestände.

Zustand Burgäschisee
Der Burgäschisee ist ein kleiner, bis zu 31 Meter tiefer See in der Nähe von Herzogenbuchsee auf der Kantonsgrenze Solothurn-Bern. Etwa zwei Drittel der Seefläche gehören zum Kanton Solothurn.

Zustand Inkwilersee
Wie der Burgäschisee liegt auch der Inkwilersee in der Nähe von Herzogenbuchsee und zum Teil auf Solothurner Boden. Er ist etwa 500 Meter lang, 300 Meter breit und maximal knapp 5 Meter tief.

 

 

4 Grundwasservorkommen

Grundwasserpumpwerk Ruchacker in Luterbach

Der Kanton Solothurn ist reich an Grundwasser. Die verfügbaren Grundwasservorräte sind gross und haben sich quantitativ betrachtet kaum verändert.

5 Grundwasserqualität

Sternenbergquelle in Hofstetten-Flüh

Das Grundwasser ist grundsätzlich von guter bis sehr guter Qualität. In Ballungsräumen und in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten gelangen aber auch unerwünschte Stoffe ins Grundwasser.

6 Siedlungsentwässerung

Die Siedlungsentwässerung bezweckt eine optimale Trennung von verschmutztem und nicht verschmutztem Wasser und die schnelle Ableitung des verschmutzten Wassers in eine Kläranlage.

Allein die im Kanton Solothurn vorhandenen Kanalisationen haben einen Wert von rund 2 Milliarden Franken.
Ihr Werterhalt ist zu sichern, aber zudem muss auch dafür gesorgt werden, dass die vorhandenen Anlagen nicht
übermässig mit unverschmutztem Wasser (Niederschlags- und Fremdwasser) belastet werden.

Erhalt der vorhandenen Anlagen
Im Jahr 2002 führte der Kanton Solothurn eine «Spezialfinanzierung Werterhalt» für die Siedlungsent-
wässerung (Abwasserableitung) und für die kommunale Abwasserreinigung ein. Der Kanton verpflichtet damit die Gemeinden, finanzielle Rücklagen für den Erhalt dieser Anlagen zu bilden.

7 Industrielle/gewerbliche Abwasservorbehandlung

Das Spülwasser, das bei einer Oberflächenbehandlung von Metall anfällt, wird in der betriebseigenen Abwasservorbehandlungsanlage gereinigt.

Im Kanton Solothurn gibt es rund 3000 industrielle und gewerbliche Betriebe. So vielfältig wie die Betriebsstrukturen sind auch die dort anfallenden Abwässer, die vor der Einleitung in die Kanalisation zum Teil vorbehandelt werden müssen.

8 Abwasserreinigung

Nach einem mehrstufigen Reinigungsprozess ist das Abwasser so weit von Schmutzstoffen befreit, dass es in die Aare eingeleitet werden kann.

Über die Kanalisation gelangt verschmutztes Wasser in eine Abwasserreinigungsanlage. Dort wird es in einem
mehrstufigen Prozess gereinigt und anschliessend in ein Gewässer eingeleitet. Die Reinigungsleistung ist ein
wichtiger Faktor für die Wasserqualität der Bäche und Flüsse.

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