Wohngifte

Beim Aufenthalt in Gebäuden können Beschwerden oder Befindlichkeitsstörungen auftreten. In diesen Fällen gilt es zu klären, ob Innenraumbelastungen die Ursache sein könnten. Mit geeigneten Untersuchungen können Innenraumprobleme identifiziert werden, so dass man Verbesserungsmassnahmen treffen kann.

Gesundheitliche Beschwerden am Arbeitsplatz müssen den Verantwortlichen im Betrieb gemeldet werden. Denn der Arbeitgeber ist verpflichtet, die nötigen Abklärungen und Massnahmen zu veranlassen.

Schimmel

Schimmelpilze kommen überall in der Umwelt vor. In Wohnungen sind sie unerwünscht. Massiver Schimmelbefall dort kann zu Reizerscheinungen im Atemwegsbereich und zu allergischen Reaktionen führen. Schimmelpilze in Wohnräumen entstehen häufig durch falsches Lüften und Heizen, aber auch durch Mängel an der Bausubstanz. Es bringt wenig, nur den Pilz zu bekämpfen, wenn man die Ursache nicht feststellt und beseitigt.

Schimmel in Wohnräumen (Publikation des Bundesamts für Gesundheit BAG)
Die Broschüre widerspiegelt den internationalen Stand des Wissens und vermittelt Informationen für Bewohner, Mieter und Vermieter.

Asbest

Was ist Asbest
Asbeste sind eine Gruppe von mineralischen Fasern. Das Besondere des Asbests liegt in seiner faserigen Struktur. Bei der Verarbeitung von Asbest entstehen feinste Fasern, die eingeatmet werden können.

Seinen einzigartigen Eigenschaften verdankte Asbest seit ca. 1930 seine weitverbreitete Verwendung in der Industrie. Asbesthaltige Produkte wurden eingesetzt als Platten, Matten oder Formmassen für den Brandschutz und die Wärmeisolation, als Brems- und Kupplungsbeläge im Fahrzeugbau sowie als Dichtungen bei hohen thermischen oder chemischen Beanspruchungen.

Gesundheitsgefahr
Asbest führt zu einer Gefährdung, wenn Feinstaub von Asbest durch die Atmung in die Lungenbläschen gelangt. Bereits geringe Asbestfeinstaubkonzentrationen in der Luft können so das Risiko der Entstehung eines Mesothelioms (Tumor des Brust- oder Bauchfells) oder von Lungenkrebs fördern.

Das Risiko steigt mit der kumulativen Asbestdosis (Faserjahre), d.h. der Konzentration der Fasern in der eingeatmeten Luft und der Expositionsdauer.

Auf Grund des heutigen Wissenstands besteht bei der Aufnahme von Spuren von Asbestfasern durch den Magen-Darm-Trakt, z. B. Trinkwasser oder Nahrungsmittel, keine Gesundheitsgefährdung.

Asbest heute
Auch heute noch können Arbeitnehmer, insbesondere bei Immobilien im Rahmen von Umbauten und Abbrucharbeiten, mit unterschiedlichsten asbesthaltigen Baumaterialien in Kontakt kommen. Maurer, Dachdecker, Fassadenbauer, Elektriker, Maler, Gipser, Mechaniker, Sanitärinstallateure, Schlosser und weitere handwerkliche Berufe müssen damit rechnen, bei ihrer Arbeit auf asbesthaltiges Material zu treffen. Deshalb ist eine frühzeitige umfassende Information für mögliche Betroffene wichtig. 

In der Bauarbeitenverordnung wurde explizit verankert, dass asbesthaltige Materialien vor Umbauten ermittelt werden müssen und die Arbeiten einzustellen sind, wenn unerwartet asbesthaltige Materialien im Rahmen von Umbauarbeiten auftreten. 

Entsprechende Broschüren zum Thema wurden durch die SUVA erstellt und können hier runtergeladen werden:

http://www.suva.ch/startseite-suva/praevention-suva/arbeit-suva/branchenspezifische-publikationen-suva.htm

Bezüglich dem Rückbau und der Entsorgung von asbesthaltigen Materialien stellt das Amt für Umwelt eine spezielles Merkblatt zur Verfügung:

Was tun bei Asbestverdacht?
Um unnötige Risiken zu vermeiden, müssen asbesthaltige Materialien rechtzeitig erkannt werden. Nur so können die notwendigen Schutzmassnahmen getroffen werden.

Wenn Verdacht auf asbesthaltiges Material besteht und dies bei der vorgesehenen Bearbeitung oder Nutzung eine Gefährdung darstellen könnte, sollte das Material untersucht werden. Die Suva führt eine Liste von Firmen, von denen bekannt ist, dass sie Asbest-Analysen anbieten.

http://www.forum-asbest.ch/adressliste_labors_materialproben.pdf

Das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn bietet bei Verdachtsfällen gegen Entgelt Asbestanalysen an. Die Proben werden dabei mikroskopisch untersucht.

Weitere Schadstoffe
Zu weiteren Schadstoffen in Innenräumen, wie Raumdüfte, Feinstaub, Formaldehyd, Weichmacher etc. finden sich auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit interessante Beiträge. www.bag.admin.ch/themen/chemikalien/00238/01355/01359/10235/index.html