Radon

Radongas ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das aus dem Untergrund in die Häuser eindringt und sich dort aufgrund der guten Gebäudeisolation anreichert. Radon entsteht in der Zerfallsreihe von Uran zu Blei und erhöht bereits in moderaten Konzentrationen das Lungenkrebsrisiko der Bewohner belasteter Gebäude.

Messungen 2010-2014

13 Grenzwertüberschreitungen in öffentlichen Gebäuden

Gestützt auf den „Nationalen Radonaktionsplan 2012-2020“ des Bundes wurden von 2010 bis 2014 in öffentlichen Gebäuden des Kantons - insbesondere in Schulen und Kindergärten - Radonmessungen durchgeführt. Insgesamt wurden 564 Gebäude überprüft, wovon 204 Schulen und 124 Kindergärten.

Es wurden insgesamt 13 Grenzwertüberschreitungen festgestellt, die Sanierungsmassnahmen zur Folge hatten oder noch haben.

Aktionsplan 2012-2020 des Bundes

Der Bundesrat hat einen neuen nationalen Aktionsplan zum Schutz vor Radon in Wohn- und Aufenthaltsräumen verabschiedet. Gestützt auf neue epidemiologische Studien empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, die Radonexposition so weit als möglich zu senken. Sie soll in Gebäuden den maximalen Wert von 300 Bq/m3 nicht überschreiten.

Gemäss neuen Erkenntnissen ist die gesamte Schweiz von der Radonproblematik betroffen. Der neue Aktionsplan bestimmt Massnahmen, um einen angemessenen Schutz der Bevölkerung gemäss den internationalen Standards sicherzustellen:

  • neue Beurteilung des Grenzwertes (bisher 1000 Bq/m3) bei der Revision der Gesetzgebung
  • mehr Radonmessungen in Schulen und öffentlichen Gebäuden
  • Verschärfung der Bauvorschriften
  • Verknüpfung des Radonaktionsplans mit der energetischen Gebäudeerneuerung