Baustoffrecycling

Strategie Baustoffrecycling Kanton Solothurn

Im Kanton Solothurn fallen beim Rückbau im Hoch- und Tiefbau jedes Jahr rund 300‘000 m3 mineralische Bauabfälle an. Ein Würfel mit 67 m Kantenlänge! Werden diese Abfälle sauber getrennt, lassen sie sich zu hochwertigen Baustoffen aufbereiten und erneut im Bau verwenden. Dies ersetzt wertvolle Rohstoffe, spart Deponievolumen und schont letztlich unsere Landschaft. Bereits heute wird im Kanton Solothurn ein beträchtlicher Teil der mineralischen Bauabfälle wiederverwendet.

Die zunehmende Materialvielfalt im Bau und der Einsatz von Verbundwerkstoffen gefährden die hohe Recyclingquote. Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben die betroffenen kantonalen Ämter gemeinsam mit der Bauwirtschaft eine Baustoffrecycling-Strategie erarbeitet. Ziel dieser Strategie ist es, die Akzeptanz und den Einsatz von mineralischen Recyclingbaustoffen stärker zu fördern, so dass in Zukunft mehr als 90% der mineralischen Bauabfälle wieder verwendet werden.

Verwendungsempfehlung für mineralische Recycling-Baustoffe

Das Image der Recycling-Baustoffe hat sich dank den Qualitätsanstrengungen der Produzenten stark verbessert. Diese bieten heute grossmehrheitlich normierte Produkte an, die bautechnische Eigenschaften garantieren. Auch wenn Recyclingbaustoffe heute gleichwertig zu Baustoffen aus primärer Quelle sind, gibt es nach wie vor Vorbehalte bezüglich Qualität und Preis.

Mit einem gemeinsam erstellten Merkblatt mit Verwendungsempfehlungen für mineralische Recycling-Baustoffe wollen die Kantone Bern und Solothurn dem Baustoffrecycling weiteren Schwung verleihen.

In der neuen Broschüre werden die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Recycling-Baustoffe detailliert aufgezeigt. Die Anwender - Bauunternehmungen, Bauherren und Planer - erhalten damit eine grössere Sicherheit im Umgang mit diesen Stoffen, womit die Bereitschaft für deren Einsatz weiter steigt.