Abfallplanung

Jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz erzeugt pro Jahr mehr als 700 kg Siedlungsabfälle - nirgends sonst auf der Welt ist dieser Wert so hoch. Dazu kommen noch weitaus mehr Bauabfälle und andere Abfallarten. Gleichzeitig hat die Schweiz aber auch eine der weltweit höchsten Verwertungsquoten. Ein grosser Teil der Abfälle wird bereits heute wiederverwendet oder in einer Verbrennungsanlage in nutzbare Energie umgewandelt.

Die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung, VVEA) schreibt den Kantonen vor, eine Abfallplanung zu erstellen und diese regelmässig zu überprüfen. Die Abfallplanung liefert Grundlagen und Massnahmen, um die Abfallwirtschaft im Kanton gezielt steuern und entwickeln zu können. Sie ist zudem ein wichtiges Instrument für die Koordination zwischen den Kantonen. 

Abfallplanung 2016

Mit der Abfallplanung 2016 legt der Kanton die Stossrichtungen fest, wie er die Entsorgungssicherheit für die nächsten Jahre gewährleisten will. Die Kehrichtverbrennungsanlagen und Deponien spielen dabei eine wichtige Rolle. Damit diese Anlagen möglichst wenig beansprucht und die natürlichen Ressourcen geschont werden, hat die Vermeidung von Abfällen und deren Wiederverwertung in Zukunft eine hohe Priorität.

Durch die Erarbeitung von Grundlagen, mit Information, Ausbildung und individueller Beratung unterstützt der Kanton die Gemeinden und Betriebe auf dem Weg zu einer nachhaltigen Abfallverwertung und -entsorgung. Gleichzeitig will er seine Vorbildfunktion wahrnehmen und bei eigenen Bauvorhaben frühzeitig die Weichen für den Einsatz von Recyclingbaustoffen stellen. Gemeinsam mit dem Kanton Bern wendet er deshalb die Empfehlungen für die Verwendung von mineralischen Recycling-Baustoffen an.