Aktuell

Die sakralen Bauwerke der Stadt Solothurn: neu erforscht und attraktiv präsentiert

  • 05.12.2017
  • Erstellt von Amt für Denkmalpflege und Archäologie

Neun Jahre blieb der Kanton Solothurn am Ball und finanzierte die Erarbeitung des dritten und letzten Kunstdenkmälerbandes zur Stadt Solothurn. Er ist den Sakralbauten gewidmet und kommt eben aus dem Druck. Die Kunst‐ und Architekturhistorikerinnen Johanna Strübin und Christine Zürcher präsentieren darin neue Forschungsergebnisse zu den Kirchen, Kapellen und Klöstern der Stadt. Herausgeberin der Kunstdenkmäler‐Reihe ist die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK.

Das Stadtbild von Solothurn ist massgeblich von religiösen Bauten geprägt: Von der Loretokapelle über die ausserhalb der Altstadt angesiedelten Klöster bis hin zur Kathedrale, die die Silhouette der Stadt dominiert. Da liegt ein Band, der eben diese Sakralbauten eingehend untersucht, nahe. Die Autorinnen Johanna Strübin und Christine Zürcher fächern die Baukultur vom Frühmittelalter bis 1965 auf und stellen einen hochwertigen Bestand religiöser Bauten vor. Die Gesamtschau ist auch insofern bedeutsam, da die Sakralbauten von Solothurn bislang nur punktuell erforscht und in Einzelaufsätzen dargestellt worden waren. Das neue Grundlagenwerk ist zugleich ein ansprechender Bilderband, der 520 hochstehende Foto ‐ und Plan ‐ Aufnahmen präsentiert. Er nimmt die Leser mit in die Geschichte, zeigt, wie sich die Bauwerke durch die Jahrhunderte hindurch verändert haben. Dadurch schafft er Zugang zum baulichen Kulturerbe der Stadt, das nicht nur beeindruckt, sondern auch erhalten und gepflegt werden will. Derweil geht es im Buch nicht nur um Bauwerke, sondern ebenso um den reichen Bestand an Ausstattungen mit Altären, Gemälden, Skulpturen, Glocken, Glasmalereien, liturgischen Gerätschaften und Möbeln.
Der Band untersucht nebst der St. Ursen ‐ Kathedrale, deren aufwändige Innenrestaurierung zum Glück genau in die Forschungszeit der Autorinnen fiel, sowie der ebenfalls frisch renovierten hochbarocken Jesuitenkirche mit Kollegium fünfzehn weitere Objekte von hohem kulturgeschichtlichem Wert.