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Alimentenbevorschussung und -Inkasso

Alimentenbevorschussung - Höchstbetrag ab 1.1.2017

Gemäss § 97 Abs. 1 des Sozialgesetzes (BGS 831.1) entspricht die Höhe des Vorschusses maximal dem gerichtlich, behördlich oder vertraglich festgelegten individuellen Unterhaltsbeitrag, höchstens aber dem Durchschnitt der minimalen und maximalen einfachen Waisenrente nach dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG). Mit Wirkung ab 1.1.2016 beträgt die monatliche einfache Waisenrente im Minimum Fr. 470.00 und im Maximum Fr. 940.00. Diese Ansätze erfahren im Jahr 2017 keine Änderung. Daher bleibt der Höchstbetrag des Vorschusses mit Wirkung ab 01.01.2017 unverändert
Fr. 705.00 pro Kind und Monat.

Inkasso

Die Oberämter führen das Inkasso für die bevorschussten Alimente. Die vielfältigen Inkassohandlungen gegenüber dem Unterhaltspflichtigen bestehen aus Mahnungen, Betreibungen,Konkurseingaben, Einleiten von Lohnpfändungen und nötigenfalls von Strafklagen wegen Vernachlässigung der Unterhaltspflicht. Die Durchführung des Inkassos erfolgt EDV-gestützt nach vorgegebenen Abläufen. Trotz strenger Bewirtschaftung sank der Inkassoerfolg in den letzten Jahren, was unter anderem durch die Konjunktur und die Zunahme binationaler Familien und Forsetzungsfamilien sowie der privaten Verschuldung zu erklären ist.

Inkassohilfe

Für nacheheliche Unterhaltspflichten, in der Regel also für Frauenalimente, leistet das Oberamt auf Antrag Inkassohilfe. Für die Dienstleistung wird im Rahmen des Inkassoerfolgs eine bescheidene Gebühr erhoben.