Der Kanton

Drei starke Regionen ...

Der Kanton Solothurn wird von drei starken Regionen geprägt. Zum oberen Kantonsteil gehören fünf Bezirke: Solothurn mit der Hauptstadt als Zentrum, Lebern, Bucheggberg, Wasseramt sowie der hinter der ersten Jurakette gelegene Bezirk Thal. Der Einfluss der wirtschaftlichen Entwicklung ist namentlich im Wasseramt und in Lebern nicht zu übersehen, während im benachbarten Bucheggberg noch immer die Landwirtschaft dominiert. Im unteren Kantonsteil bilden die Bezir-ke Gäu, Olten und Gösgen einen wesentlichen Pfeiler der Wirtschaftskraft. Nördlich des Passwangs liegt das Schwarzbubenland, mit den Bezirken Dorneck und Thierstein, welche mit der Region Basel wirtschaftlich und kulturell eng verknüpft sind. Im Westen grenzt das Schwarzbubenland an Frankreich, im Süden an den französischsprachigen Kanton Jura. Trotz der Vielgestaltigkeit des Kantons und der Orientierung nach allen Richtungen sind die Beziehungen und der Zusammenhalt der Menschen innerhalb des Kantons sehr intensiv.

... und drei Zentrumsstädte

Anders als in anderen Kantonen trägt das "Zentrum" drei Namen: Solothurn, Olten und Grenchen. Alle drei Städte am Jurasüdfuss üben Zentrumsfunktionen aus. So unterschiedlich ihr Cha-rakter, so unverkennbar ist ihr individueller Charme: Solothurn, Hauptstadt und Zentrum der kantonalen Verwaltung, wirbt mit dem Slogan, die «schönste Barockstadt der Schweiz» zu sein. Baudenkmäler wie die St. Ursenkathedrale oder die Jesuitenkirche, die Patrizierhäuser, Tore und Türme aus der Ambassadorenzeit zeugen von der grossen Tradition. Olten mit einer ebenfalls schmucken Altstadt ist die grösste Stadt des Kantons und bietet zahlreiche Arbeitsplätze im Dienstleistungs- und im Bildungsbereich an (die Fachhochschule Nordwestschweiz hat mit den Hochschulen für Wirtschaft, Soziale Arbeit und Angewandte Psychologie Sitz in Olten). «Wohnen, arbeiten und leben im Herzen der Schweiz» lautet hier die Devise. Als schweizerischer Ver-kehrsknotenpunkt, welcher mit der Bahn von Zürich, Bern und Basel in nur je einer halben Stunde zu erreichen ist, hat Olten wesentliche Pluspunkte für Stadt und Region zu bieten. Im Westen des Kantons, an der Grenze zur Romandie, befindet sich Grenchen, die «Industriestadt im Grünen», modern und offen, mit eigenem Flughafen. Neben weltweit bekannten Uhrenmarken finden sich Unternehmen für hochpräzisen Maschinen- und Apparatebau sowie für neuste Technologien.

Alle drei Städte eignen sich dank der zentralen Lage und der ausgezeichneten verkehrstechni-schen Erreichbarkeit sehr gut als Seminar-, Tagungs- und Kongressort. Das Schloss Waldegg in Feldbrunnen empfiehlt sich ebenfalls als Begegnungs- und Tagungszentrum für Seminarien, Konzerte und andere Anlässe.

Zahlen und Fakten

Gesamtfläche:791 km2
Amteien:5
Gemeinden:109
Hauptort:Solothurn
Einwohnerzahl:262'965 (31.12.2013)
Ausländeranteil:ca. 20.8%
Arbeitslosenquote:4.5%
Bruttoinlandprodukt (BIP 2010):59'571 Fr./Kopf
Wirtschaftssektoren (BZ2008; Beschäftigte):3.8%Landwirtschaft, 33.7% Industrie, 62.5% Dienstleistung
Wirtschaftszentren:Solothurn, Olten, Grenchen und Breitenbach
Wichtige Branchen:Medizinaltechnik, Logistik und Distribution, Mikroelektronik, Telekommunikation, Uhren, Décolletage und Dienstleistungen

Geografische Angaben

Nördlichster Punkt:Gemeinde Bättwil
Südlichster Punkt:Gemeinde Messen
Östlichster Punkt:Gemeinde Eppenberg-Wöschnau
Westlichster Punkt:Gemeinde Grenchen
Distanz vom nördlichsten zum südlichsten Punkt:48 km
Distanz vom östlichsten zum westlichsten Punkt:55 km
Länge der Kantonsgrenzen:380 km
Höchster Punkt:Hasenmatt, Gemeinde Selzach, 1‘445 m ü.M.
Tiefster Punkt:Birs, Kantonsgrenze bei Dornach, 277 m ü.M.