Geschichte
| Salodurum, gegründet zur Zeit des Kaisers Tiberius(14–37 n. Chr.) bleibt bis ins 3. Jahrhundert ein römischer Marktflecken. Aus dem spätrömischen Kastell (4. und 5. Jh.) geht schliesslich das mittelalterliche Solothurn hervor. |
870 | Solothurn kommt zum ostfränkischen Reich. |
888 | Solothurn wird Teil des Königreichs Hochburgund |
1033 | Übergang des Königreichs Hochburgund an das römische Reich deutscher Nation; 1038 Krönung des späteren Kaisers Heinrich III. zum König des Teilreiches Burgund in Solothurn. |
1218-1409 | Nach dem Aussterben der Herzöge von Zähringen befindet sich Solothurn im Status einer königsunmittelbaren Stadt und entwickelt sich im Verlauf des Hoch- und Spätmittelalters zur reichsfreien Stadt. |
1318 | Der österreichische Herzog Leopold I. belagert die Stadt. |
1344-1532 | Nach der Übertragung des Einsetzungsrechts für das Stadtoberhaupt, den Schultheissen, an die Stadtbürgerschaft Solothurns beginnt die territoriale Expansion des Stadtstaates, die mit dem Erwerb der Herrschaft Kienberg 1532 ihren Abschluss findet. |
1443–1477 | Durch die Teilnahme am Alten Zürichkrieg und an den Burgunderkriegen tritt Solothurn in nähere Verbindung mit den Eidgenossen. |
1481 | Zusammen mit Freiburg Aufnahme Solothurns in den Bund der Eidgenossen als 10. Stand; durch den Beitritt Basels 1501 (diplomatischer Vorrang) rückt Solothurn an die 11. Stelle. |
1499 | Schlacht bei Dornach. Sieg der Eidgenossen über Graf Heinrich von Fürstenberg. |
1519–1533 | Die Reformation führt in Solothurn zur Glaubensspaltung. |
1532 | gewinnen jedoch die Katholiken die Oberhand, und |
1533 | verhindert beim letzten Aufstand der Reformierten Schultheiss Niklaus Wengi Blutvergiessen. Solothurn bleibt katholisch – mit Ausnahme der reformierten Vogtei Bucheggberg, in der Bern die hohe Gerichtsbarkeit und Kirchenhoheit zukommt. |
1530-1792 | Solothurn ist Sitz des französischen Ambassadors in der Eidgenossenschaft. |
1648 | Aufgrund des Westfälischen Friedens erreicht Solothurn den Status eines eidgenössischen Freistaates. |
1798 | Solothurn wird Teil der Helvetischen Republik (Zentralstaat). |
1803 | Die Mediationsverfassung macht Solothurn zu einem Kanton der schweizerischen Eidgenossenschaft (Staatenbund); die Sönderungskonvention bringt die endgültige Trennung der Verwaltungen von Stadt und Kanton Solothurn. |
1814 | Restaurationsverfassung. Nach dem Sturz Napoleons kommt das Patriziat wieder an die Macht, das jedoch 1830/31 durch die Liberalen gestürzt wird. |
1828 | Solothurn wird durch eine Konkordat der Kantone Bern, Luzern, Zug, Solothurn, Aargau und Thurgau zum Sitz des neugegründeten Bistums Basel. |
1831 | Regenerationsverfassung. |
1841, 1851 | Verfassungsrevisionen, Festigung des politischen Systems. |
1848 | Solothurn wird Kanton der schweizerischen Eidgenossenschaft (Bundesstaat). |
1856, 1875 | Die neue Verfassung von 1856 leitet zum modernen Staat über; nach dem Kulturkampf von 1870-74 führt die Revision von 1875 zumDurchbruch des demokratischen Systems und zum Gleichgewicht zwischen Katholiken und Reformierten. |
1887 | Kantonsverfassung mit Ausbau der Volksrechte. |
1986 | Neue, ab 1988 geltende Kantonsverfassung. |



