Eidgenössische Betriebszählung 2005 Ungebremstes Wachstum im Dienstleistungssektor - starke Zunahme der Teilzeitarbeit
13.03.2007 - Solothurn – Seit der letzten Betriebszählung im Jahr 2001 verzeichnet der Kanton Solothurn im Dienstleistungssektor, dem Anteil der erwerbstätigen Frauen und der Teilzeitbeschäftigung ein deutliches Wachstum. Das zeigen die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik (BFS) schweizweit durchgeführten Betriebszählung, welche der Statistikdienst des Kantons Solothurn soeben publiziert hat. Die Mitteilung kann im Internet unter www.statistik.so.ch abgerufen werden.
Die Betriebszählung umfasst alle Betriebe und Unternehmungen des Industrie- und Dienstleistungssektors (ohne Land- und Forstwirtschaft). Sie wird im Abstand von 3 bis 4 Jahren durchgeführt. Mit Stichtag 30. September 2005 hat die jüngste Erhebung, die Betriebszählung 2005 stattgefunden. Im Kanton Solothurn wurden im Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungssektor 10'927 Arbeitsstätten mit 109'661 Beschäftigten registriert. Seit der letzten Betriebszählung im Jahre 2001 hat die Zahl der Beschäftigten um 592 Personen (+0,5%) zugenommen. Die Zahl der Arbeitsstätten verringerte sich hingegen in der gleichen Zeitspanne um 427 Einheiten.
Wachstum im Dienstleistungssektor hält weiter an
Der Dienstleistungssektor gewinnt weiter Anteile an der Gesamtbeschäftigung. Während im Sektor Industrie und Gewerbe die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zu 2001 um 5,3% abnahm, wies der Dienstleistungssektor mit +4,1% eine deutliche Zunahme auf. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass im tertiären Sektor 70'464 Beschäftigte und im sekundären Sektor 39'197 Personen tätig waren. Unter den wachstumsstärksten Branchen finden sich denn auch überwiegend solche aus dem Dienstleistungsbereich.
Verstärkte Anwesenheit der Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Im Jahr 2005 belief sich die Zahl der beschäftigten Frauen auf 46'392 Personen. Gegenüber 2001 entspricht dies einer Zunahme von 1,7%. Im gleichen Zeitraum nahm die Beschäftigung bei den Männern um 0,3% ab und erreichte den Stand von 63'269 Personen. Gemessen am Total der Beschäftigten stieg der Frauenanteil 2005 von 41,8 auf 42,3% an. 1985 lag dieser Wert noch bei 36,0%.
Teilzeitarbeit vermehrt im Trend
Von den insgesamt 109'661 Beschäftigten übten nur 76'524 oder 69,8% ihre Arbeit vollzeitlich aus (Beschäftigungsgrad mind. 90%). 16'995 haben einen Beschäftigungsgrad von 50-89% (Teilzeit 1) und 16'142 von weniger als 50% (Teilzeit 2).
Während sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten gegenüber 2001 um 2,9% verringerte, nahm die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um +9,4% zu. Dabei fällt auf, dass die Teilzeitarbeit nicht mehr ein typisch weibliches Phänomen ist, sondern dass sie auch bei den Männern spürbar zugenommen hat. So belief sich der Anteil der Teilzeitbeschäftigten Männer im Jahr 1998 noch bei 8,7%, im Jahr 2005 liegt der Wert bereits bei 11,8%.
Diese und andere statistische Informationen lassen sich aus der statistischen Mitteilung "Betriebszählung 2005" des Amtes für Finanzen, Abteilung Controllerdienst und Statistik, des Kantons Solothurn entnehmen. Bezugsquelle: www.statistik.so.ch.


