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Juryentscheid Neue Aarebrücke - Olten erhält ein neues Wahrzeichen


19.05.2005 - Solothurn - Die aus elf Mitgliedern bestehende Jury für die neue Aarebrücke in Olten hat das Projekt "maya" eines Teams von Badener und Züricher Ingenieuren und Planern zum Sieger erklärt. 80 Teams aus der Schweiz und dem umliegenden Ausland hatten im Januar 2005 ihr Interesse für den anonym durchgeführten Ingenieurwettbewerb angemeldet. 69 Teams stellten sich letztlich der anspruchsvollen Aufgabe, die neue Aarerücke zu entwerfen. Im Juni werden alle 69 Projekte an einer Ausstellung gezeigt werden.

Wettbewerbsaufgabe war es, eine Brücke zu entwerfen, die auf der linken Aareuferseite auf die ansteigende Topographie reagiert und gleichzeitig rechtsseitig den Übergang zur Aarburgerstrasse bilden kann. Ausserdem musste auf die Führung des westseitigen Aareuferwegs und die Belange des Lärmschutzes für die Bewohner des Quartiers Hinterer Steinacker Rücksicht genommen werden. Im Wettbewerb wurde aufgrund dieser Randbedingungen nicht nur die Lösung für die Brücke, sondern auch die Gestaltung des Tunnelportals bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt.

Aus der Vielzahl unterschiedlicher Brückentypen rangierte die Jury letztlich sechs Projekte. Das Siegerprojekt "maya" besticht durch eine gelungene Lösung für eine stützenfreie Überquerung der Aare. Mit diesem gewagten Ansatz hebt sich das Projekt auch von den direkten Konkurrenten um den ersten Rang ab. Für die Stadt Olten bietet sich die Chance, mit diesem prägnanten Tragwerk ein Zeichen für zukünftige Entwicklungen in der Stadt zu setzen. Die Brücke wird zum Wahrzeichen, wahrnehmbar für den von Süden nach Olten einfahrenden Verkehrsteilnehmer, auffällig für den Zugreisenden, der über die nördlich gelegene Eisenbahnbrücke fährt, und zum Tor des geplanten Entwicklungsgebietes Olten SüdWest. Olten erhält damit ein Aufsehen erregendes Bauwerk. Dabei liegen die Kosten für dieses Projekt gemäss der Beurteilung der Jury durchwegs im Bereich gängigerer Brückentypen.

Der etwa 100 m lange Balken mit Trogquerschnitt und die rückverankerten Betonsegel werden direkt in das Tunnelportal integriert. Das Portal erhebt sich dabei leicht zur Aare hin und soll auf der Oberseite begrünt werden. Die gewählte Geometrie wirkt sich, gemeinsam mit den in die Brüstung eingelegten lärmabsorbierenden Elementen, vorteilhaft für den Lärmschutz aus. Auch für den Aareuferweg wird eine Lösung aufgezeigt, wie er unter der Brücke hindurchgeführt werden kann.

Nach dem Entscheid der Jury wird der Regierungsrat die siegreichen Ingenieure formell mit der Weiterbearbeitung des Brückenprojekts beauftragen.

Die eingereichten 69 Wettbewerbsprojekte werden zwischen dem 13. und 25. Juni mit Plänen und Modellen ausgestellt. Die Ausstellung ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montag bis Freitag, 13.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag 16. und 23. Juni, 13.00 –20.00 Uhr
Samstag, 18. und 25. Juni, 10.00 – 13.00 Uhr
Jeweils donnerstags von 17 – 20 Uhr und samstags von 9 – 13 Uhr steht eine Ansprechperson zur Verfügung.

Informationen zum Projekt können dem Internet unter http://www.entlastung.info entnommen werden.

Die Preisträger

1. Preis: Projekt Nr. 1015 maya
Bänziger Partner AG, Baden
ACS-Partner AG, Zürich
Eduard Imhof, Luzern
David & von Arx, Solothurn

2. Preis: Projekt Nr. 1017 Lux
Flückiger + Bosshard AG, Zürich
Weber + Hofer AG, Zürich

3. Preis: Projekt Nr. 1022 STIL-L
INGENERI PEDRAZZINI sagl, Lugano
Baserga Mozzetti, Muralto

4. Preis: Projekt Nr. 1040 AAREbrücke
H. Rigendinger, dipl. Bauingenieure ETH/SIA, Chur
H. G. Frey AG, Architekturbüro, Olten
Schneider Landschaftsarchitekten BSLA, Olten

5. Preis: Projekt Nr. 1042 Weisse Linie
INGPHI sa, Lausanne
River architectes, Lausanne

6. Preis: Projekt Nr. 1055 Schwanennest
Jauslin + Stebler Ingenieure AG, Muttenz
Zwimpfer Partner AG, Architekten SIA, Basel
Baader Architekten BSA/SIA, Basel