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KANTONSRAT: Bildungs- und Kulturkommission befürwortet "Geleitete Schulen"

30.03.2005 - Solothurn – Die Bildungs- und Kulturkommission (BIKUKO) unterstützt den Gegenvorschlag des Regierungsrats zur Volksinititative "Gute Schulen brauchen Führung". Die Vorlage kommt am 24. April zur Abstimmung.

Um dem Erfolgsdruck gewachsen zu sein, brauchen die Schulen heute klare Führungsstrukturen und sollen deshalb, wie jeder andere öffentliche Betrieb, einen Chef haben, der die Schule professionell führt. Die Bildungs- und Kulturkommission - unter der Leitung ihres Präsidenten, Klaus Fischer (CVP Hofstetten) - unterstützt deshalb den Gegenvorschlag des Regierungsrats zur Volksinititative "Gute Schulen brauchen Führung".

Die Einführung von geleiteten Schulen soll flächendeckend sein, mit Führungskompetenzen im organisatorischen, betrieblichen, personellen und pädagogischen Bereich. Die operative Führung wird in die Verantwortung der Schulleitung gestellt und die strategischen Kompetenzen werden auf Gemeindeebene beim Gemeinderat liegen. Mit dem Konzept der "Geleiteten Schulen" erhalten die Gemeinden und ihre Schulen mehr Kompetenzen und Verantwortung. Der Schulleiter erhält vom Gemeinderat einen Leistungsauftrag und die nötigen finanziellen Mittel.

Die geschätzten Personalkosten für die Schulleitungen betragen rund zwölf Mio. Franken im Jahr. Vorgesehen ist, dass die Löhne der Schulleitungen wie jene für die Lehrpersonen durch die Gemeinden bezahlt und vom Kanton subventioniert werden. Der Kanton finanzierte bisher lediglich die Lehrperson, deshalb wird die Beitragspalette zugunsten der Gemeinden verbreitert. Der Beitragssatz an die Lehrerlöhne soll in Absprache mit dem Einwohnergemeindeverband um 2.25% gesenkt werden. Dadurch kann die flächendeckende Einführung von Geleiteten Schulen kostenneutral umgesetzt werden.