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Verkehrsübergabe Neckarsulmstrasse in Grenchen

23.09.2004 - Solothurn – Mit der heutigen Eröffnung der Neckarsulmstrasse ist ein weiterer Meilenstein der Flankierenden Massnahmen zur A5 in Grenchen realisiert worden. Den Baubeginn des neuen Autobahnzubringers im Osten Grenchen markierte der Spatenstich vom 30. April 2003. Eine besondere Herausforderung stellte der Ausbau der Flughafenstrasse dar, welcher unter Verkehr erfolgte. Mit dem Grenchner Ostast steht nun der erste, vollständig fertiggestellte direkte Zubringer zur Autobahn A5 zur Verfügung. Der Eröffnungstermin konnte ebenso eingehalten wie die Kosten. Diese belaufen sich auf 5,7 Mio Franken. Budgetiert waren 6,2 Mio.

Durch die Eröffnung der Autobahn A5 und die zugehörigen Flankierenden Massnahmen sollen die umliegenden Gemeinden nachhaltig vom Durchgangsverkehr entlastet werden. In Grenchen sieht das geplante Verkehrskonzept zwei Autobahnzubringer in Form eines Y vor. Im Osten ist dies die Neckarsulm-/Flughafenstrasse und im Westen die sich im Bau befindende Schlachthaus-/Archstrasse.

Die Neckarsulmstrasse wurde als Hauptverkehrsroute erstellt. Sie führt ab dem Kreisel Neckarsulm (Ortseingang Ost Grenchen) über die Hundsackerbrücke auf die Südseite der Jura-Südfuss-Linie der SBB. Nach ca. 750 m zweigt sie in Richtung Westen ab (Verlängerung der Sportstrasse). Entlang dem Turnerstadion wurde die Flughafenstrasse auf den neuen Strassenquerschnitt ausgebaut. Dieser sieht eine zweispurige Hochleistungsstrasse mit separatem Rad- und Gehweg vor. Dazwischen eingebettet ist ein Grünstreifen mit Versickerungsfunktion. Mit Baumbepflanzungen als gestalterisches Element wird der Landschaftsraum in der Witi neu geprägt.

Der Ausbaustandard des neuen Autobahnzubringers ist sehr zweckmässig ausgelegt und funktionell auf das zukünftige Verkehrsaufkommen zugeschnitten. Gleichzeitig mit dem Strassenbau wurden eine neue Brücke über das Wissbächli realisiert sowie durch weitere beteiligte Bauherren Kanalisations- und Leitungsanlagen angepasst resp. neu erstellt.

Die Neckarsulmstrasse erschliesst eine neue Arbeitszone im Süden Grenchens. Das zur Zeit noch unbebaute Gelände bildet eine der grössten zusammenhängenden Arbeitsplatzreserven des schweizerischen Mittellandes. Theoretisch stehen in Zukunft 250‘000 m2 Baulandfläche in der Arbeitszone 1 zur Verfügung. Die Zonenvorschriften sind äusserst flexibel ausgestaltet und lassen künftigen Nutzungsmöglichkeiten einen grossen Spielraum offen. Mit der neuen Strasse wird die Arbeitszone Grenchen Süd via A5 an das europäische Autobahnnetz angeschlossen.

Als Bauherr für den Strassenbau zeichnet der Kanton Solothurn verantwortlich. Die Kosten für den gesamten Strassenzug liegen deutlich unter denjenigen des Kostenvoranschlages und betragen ca. 5.7 Mio. Franken. Budgetiert waren 6,2 Mio Franken. An diese Kosten leistet der Bund im Rahmen des Nationalstrassenbaus einen Beitrag von rund 1.2 Mio. Franken. Von den restlichen Kosten übernehmen die Stadt Grenchen rund 1.4 Mio. Franken und der Kanton Solothurn rund 3.1 Mio. Franken. Die Kosten der weiteren Werke belaufen sich auf ca. 800'000.-- Franken. Auch terminlich konnte das Bauwerk auf Kurs gehalten werden, so dass dieses gemäss ursprünglichem Bauprogramm heute nun dem Verkehr übergeben werden kann.

Bis Ende Jahr werden noch diverse Umgebungsarbeiten wie Baumbepflanzungen sowie allgemeine Instandsetzungsarbeiten ausgeführt. Zur Zeit wird an der Archstrasse am letzten Teilstück des westlichen Autobahnzubringers gebaut. Die erwünschte nachhaltige Verkehrsumlegung auf die neuen Autobahnzubringer kann nur mit dem gleichzeitigen Rückbau, respektive der Fertigstellung der bereits begonnenen flankierenden Massnahmen zur A5 auf den Hauptverkehrsachsen, erzielt werden. Die Realisierung der Flankierenden Massnahmen sind ein zwingender Bestandteil des Autobahnprojektes und waren eine Auflage zur Inbetriebnahme der A5. Sämtliche Lücken im Raum Grenchen / Solothurn sollen bis ins Jahr 2009 geschlossen sein, so dass – zusammen mit dem Entlastungseffekt der Verkehrsmassnahmen in Solothurn – nochmals von einer spürbaren Verkehrsabnahme ausgegangen werden kann. Die Flankierenden Massnahmen im Kanton Bern befinden sich zwischen Grenchen und Biel ebenfalls in der Umsetzung. (Gemeinden Lengnau und Pieterlen.)