Neophyten
![]() |
Japanischer Knöterich (Reynoutria japonica) ist bereits häufig zu finden. Die Bekämpfung dieser invasiver Neophyten ist äusserst schwierig.
Zuständigkeit im Kt. Solothurn
Auf kantonaler Ebene ist die Arbeitsgruppe Neobiota mit Vertretern aus Landwirtschaft, Forst, Strassenunterhalt, Gewässerunterhalt und Naturschutz zuständig für Fragen rund um Neophyten. Die Federführung hat die Zentralstelle für umweltschonenden Pflanzenbau am Bildungszentrum Wallierhof. Für die Koordination und Umsetzung der Massnahmen sind für jeden Standorttyp die entsprechenden Amtsstellen zuständig.
| Standorttyp | zuständige kantonale Fachstelle |
| Landwirtschaft | Bildungszentrum Wallierhof, Höhenstrasse 46, 4533 Riedholz, E-Mail: wallierhof@vd.so.ch |
| Siedlungen, Ufer, weitere Standorttypen | Amt für Umwelt, Greibenhof, 4509 Solothurn, E-Mail: afu@bd.so.ch |
| Kantonale Naturreservate | Amt für Raumplanung, Abteilung Natur und Landschaft, Werkhofstrasse 59, 4509 Solothurn, E-Mail: arp@bd.so.ch |
| Verkehr | Amt für Verkehr und Tiefbau, Rötihof, Werkhofstrasse 65, 4509 Solothurn, E-Mail: avt@bd.so.ch |
| Wald | Amt für Wald, Jagd und Fischerei, Rathaus, Barfüssergasse 14, 4509 Solothurn, E-Mail: awjf@vd.so.ch |
Auf Gemeindeebene wurde einer Person die Funktion des Gemeindeverantwortlichen für Pflanzenschutz übertragen (Adressliste Gemeindeverantwortliche). Damit verbunden sind folgende Aufgaben:
- Kontaktperson für die örtliche Bevölkerung bei Fragen über weitere invasive Neophyten
- Befallskontrolle für Feuerbrand und Ambrosia auf Gemeindestrassen und -wegen, öffentlichen Gartenanlagen, Ruderalflächen und Ödland auf dem Gemeindegebiet vornehmen und die entsprechenden Bekämpfungsmassnahmen begleiten und überwachen
- Meldungen über Feuerbrand entgegennehmen, den Befall überprüfen, die Befallsorte auflisten und der Situation entsprechende Massnahmen empfehlen
Auf nationaler Ebene unterstützt die Arbeitsgruppe AGIN (www.kvu.ch/d_kvu_arbeitsgruppen.cfm) die kantonalen Bemühungen zur Bekämpfung von Neobioten.
Aktionstage Neobiota
Vom 21. bis 23. Juni 2012 finden schweizweit die Aktionstage Neobiota statt. Ziel ist es, der breiten Bevölkerung die invasiven Neobiota und die durch sie verursachten Probleme bekannter zu machen. Die Organisation und Durchführung von lokalen Aktionen soll z.B. durch Vereine, Strassenunterhaltsdienste, lokale Medien oder Schulen erfolgen. Eine gesamtschweizerische Projektgruppe erarbeitet Unterlagen und Hilfsmittel und wird diese zur Verfügung stellen.
Begriffe
Neobioten sind gebietsfremde Arten, welche nach 1492 bewusst oder unbewusst nach Europa eingebracht wurden. Für Pflanzenarten wird der Begriff Neophyten verwendet, für Tierarten der Begriff Neozoen. Invasive Neophyten sind Pflanzenarten, welche sich bei uns besonders schnell ausbreiten und einheimische Pflanzen verdrängen, sowie Mensch, Tier oder Umwelt gefährden.
Information
Folgendes Informationsmaterial steht zur Verfügung:
- Faltblatt „Exoten im Garten – Was tun?“ zur breiten Streuung. Die gedruckte Version kann bei Bildungszentrum Wallierhof, Höhenstrasse 46, 4533 Riedholz, E-Mail: wallierhof@vd.so.ch bestellt werden.
- Praxishilfe Neophyten
Dieses Nachschlagewerk unterstützt Sie bei der Erkennung von Problempflanzen und gibt wertvolle Tipps für den Umgang mit Neophyten. Die Praxishilfe Neophyten ist in zwei unterschiedlichen gedruckten Versionen erhältlich oder kann hier herunter geladen werden.
1. wetterfeste Ausgabe: Fr. 35.-/Exemplar
2. Papierausgabe: Fr. 2.- / Exemplar
Bestellbar bei der Drucksachenverwaltung Solothurn, Dammstrasse 21, 4502 Solothurn, Telefon 032 627 22 22.
Befallsstandorte von invasiven Neophyten melden
Befallsstandorte können von allen interessierten Personen mittels "Protokollblatt zur Erhebung invasiver Neophyten im Kanton Solothurn" (Erhebungsformular) gemeldet werden. Die Meldungen werden in einer zentralen Datenbank mit Hilfe einer GIS-Applikation erfasst. Dies soll einen kantonalen Überblick über Befallsstandorte ermöglichen. Damit Bekämpfungsmassnahmen gezielt und dem Standort angepasst geplant und umgesetzt werden können, ist eine aktuelle Übersicht über die Verbreitung Voraussetzung.



