GBM

Ausgangslage

18.02.2005 - 

In einem, nach Wohnheim und Werkstätten getrennten, aufwändigen Evaluationsverfahren, welches zusammen mit Institutionsvertretern der jeweiligen Bereiche durchgeführt wurde, setzte sich das Instrument GBM durch.

Das EDV-gestützte Verfahren erfüllt die Anforderungen des Kantons, einer nicht manipulierbaren, bedarfsorientierten Steuerung und leistungsorientierten Finanzierung der stationären Angebote für Menschen mit Behinderung ebenso wie die der Institutionen nach einem Nutzen für die strategische Unternehmensführung.
 
Gleichzeitig spielt das GBM, in der konzeptionellen Planung des Kanton Solothurn zur Umsetzung der IVSE und des NFA, eine zentrale Rolle. Das Instrument liefert die nötigen Daten um ein Mindestniveau der Leistungen sicherzustellen, eine Bedarfsplanung in quantitativer und qualitativer Hinsicht zu ermitteln und die erbrachten Betreuungsleistungen periodisch zu überprüfen und analysieren.

Da das GBM vom Grundsatz der Bestimmung des individuellen Hilfebedarfs ausgeht und die erbrachten Leistungen auf Selbständigkeit, Wahlfreiheit und Lebensqualität für den betreuten Mensch zielt, ist es ideologisch neutral und Qualitätsmanagementsystem kompatibel und durch den modularen Aufbau auch für Sonderschulung und ändliches erweiterbar.

Das GBM-Verfahren: Das GBM ist ein EDV-unterstütztes Verfahren, das den Bedarf mit einem differenzierten Erhebungsinstrument abbildet. Seine präzisen Leistungsbeschreibungen erlauben eine umsichtige Planung und Organisation der Institution.

Das GBM ist ein Produkt des deutschen Bundesverbands Evangelischer Behindertenhilfe e.V. Seit 2002 wird die Software von All for One einem erfahrenen Anbieter von Software für soziale Institutionen bereitgestellt und betreut. Dem GBM liegt das Modell des Lebens und Lernens zu Grunde. Es wurde von Prof. Werner Haisch theoretisch (Modell der Lebensformen) und praktisch (Methodik und Technik der Bedarfs- und Aufwandberechnung) konzipiert und entwickelt. Das Modell orientiert sich (nach den Theorien von Piaget und Hegel) am Normalisierungsprinzip und am Ziel, das Leben der Menschen zu bereichern.

Das GBM erfüllt die einschlägigen qualitativen Bedingungen des BSV (Norm BSV/IV 2000) und ist ein zentraler Baustein des Qualitätsmanagements im Kernbereich Betreuung und Förderung von Wohnheimen, Tagesstätten (Beschäftigung) und Werkstätten. Das GBM hat in über zehn Jahren seine Praxistauglichkeit bewiesen. Über 50 Einrichtungen mit gegen 50¿000 Plätzen setzen das GBM in Deutschland ein. In der Schweiz wurde das GBM in einem Modellversuch mit 8 Institutionen getestet und von einer unabhängigen Instanz evaluiert.