Sitemap |  Impressum |  Rechtliches
Schrift: minus plus

Drogen


Prävention soll vor allem junge Menschen davor bewahren, in den Sog der Drogenabhängigkeit zu geraten. Deshalb richtet sich diese Broschüre an das
erzieherische Umfeld der Jugendlichen, denn im Erziehungsbereich kann schon allein mit Aufklären sehr viel für die Drogenprävention getan werden.

Therapie öffnet einen schwierigen, doch lohnenden Weg aus der Sucht. Der Ausstieg aus dem Drogenelend und die Wiedereingliederung ehemaliger Drogenabhängiger sind möglich. Viele Beispiele dafür stimmen optimistisch und eweisen, dass sich immer mehr Drogenabhängige mit Hilfe der angebotenen
Therapien aus der Abhängigkeit befreien können.

Ein anderes wichtiges Anliegen der Drogenpolitik ist die Risiko- und Schadenminderung. Drogenabhängige sollen nicht durch Repression und Ausgrenzung noch weiter ins Elend getrieben werden. Sie sollen ihre Abhängigkeit unter menschenwürdigen Bedingungen und mit geringstem Schaden überwinden können.

Repression bleibt ein grundlegendes Element. Wer mit illegalen Drogen Geschäfte machen will, das Leben junger Menschen zerstört und sie in den Teu-
felskreis der Sucht hineinzieht, soll die Härte des Gesetzes erfahren.


Rave + Life

Die Polizei wirkt neben ihrer interventionistischen Aufgabe auch in der primären Suchtprävention mit. (§§ 1,3 Gesetz über die Kantonspolizei vom 23.09.1990). Neben traditionellen Veranstaltungen/Anlässen wie MIA/HESO/lokale Gewerbeausstellungen etc. setzt die Polizei mit dem vorliegenden Projekt ein neues Schwergewicht. Es bildet Bestandteil des kantonalen Suchtpräventionskonzeptes und will zielgruppengerichtet Wissen und Verhalten aus polizeilicher Sicht im Bereich der illegalen und legalen Drogen ver-
mitteln. Die Polizei arbeitet eng mit dem Amt für Gemeinden und soziale Sicherheit, soziale Dienste und Familien, den Suchtpräventions-Fachstellen und Organisationen von Schulen und Weiterbildung zusammen.

In Verbindung mit den Schuldirektionen, Schulrektoraten und Schulleitun-
gen, dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung und dem Amt für Mittelschulen des Kantons Solothurn organisiert die Polizei fachorientierte Lektionen im Klassenverband der Berufsschulen und Mittelschulen, sowie für die Lehrerschaft.

Das Projekt wird selbständig durch den Beratungsdienst der Kriminal-
polizei Solothurn umgesetzt.

Zielklassen

Alle Berufsschulklassen der GIBS und der KBS im Kanton Solothurn (Olten-Solothurn-Grenchen) werden im 1. Lehrjahr besucht. (ca. 150 Klassen im Klassenverband)
 

Inhalte

Einstieg und Begrüssung mit Erwartungsdialog/Klasse ab-
holen Die Bedeutung der Begriffe Rave & Life (Bewegung und Gesundheit) Darstellung der beruflichen Kernpunkte:
 

Ein Vergleich der Synergien:

-

Meine beruflichen Funktionen/Aufgaben/Ziele
 

-

Deine Funktion/Aufgaben/Ziele/im zukünftigen Beruf
 

-

Die Darstellung des Umgangs mit den verschiedenen "Grundrechten und Grundbedürfnissen" wie zum Bei-
spiel:

Grundrecht Gesundheit

BetmG/Nulltoleranz Drogen/FUD

Grundrecht Sicherheit

SVG/FIAZ/ 2-Phasenausbildung

Grundrecht Eigentum

Diebstahl/Sachbeschädigung etc.

zwecks Darstellung: Warum gibt es Gesetze ?
 

-

Stress und /Biologische Darstellung der Stressreaktio-
nen zur Darstellung
 

-

Was sind Drogen/die Zusammenhänge/Medikamente etc.
 

-

Erscheinungsformen und Wirkungen der Drogen/Betäu-
bungsmittel
 

-

Folgen des Drogenmissbrauches
   - Die rechtlichen Folgen/mit Rollenspiel mit der Klasse
   - Praxis der Polizei/Personenkontrolle/Anzeigeerstat-
     tung/Sicherstellung
 

-

Praxis der Justiz/JUGA/Staatsanwalt
 

-

Strafbarkeit/Massnahmen gemäss SVG
 

-

Führen von Gesprächen mit den Klassen/rechtliche Beratungen
 

-

Beantwortung von Fragen



Oft vertiefen die Lehrkräfte die Themen im Rahmen der Allgemeinbil-
dung und ersuchen um Unterstützung in weiteren Lektionen in späteren
Zeiträumen innerhalb der Berufsschule.

Weitere Zielgruppen

Oberstufenschulen

Integrationskurse

Kantonsschulen

Medizinische Kurse (Methadonärzte)

Sonderschulen (Heime/VEBO)

Gefängnispersonal

Gesundheitsberufe

Polizei und Gerichte

Sicherheitsberufe

Fahrlehrer

Jugendverbände

Gastgewerbe

Samaritervereine

Hotelfach

Kirchliche Institutionen

Ausstellungen



Carlo Wyniger
Kantonspolizei Solothurn
Werkhofstrasse 33
4503 Solothurn

Telefon 032 627 71 09
carlo.wyniger@kapo.so.ch