Aufgaben
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Therapiezentrum Schachen |
Das Therapieangebot der JVA Solothurn / Therapiezentrum richtet sich an Straftäter, die bei zugrunde liegenden unterschiedlichsten psychischen Störungen doch gemein haben, massive Rechtsverletzungen begangen zu haben. Sie weisen zudem in der Regel deutliche Defizite in unterschiedlichen sozialen Kompetenzen auf.
Bei den angesprochenen Erkrankungen handelt es sich in erster Linie um Per-sönlichkeitsstörungen, aber auch um schizophrene Erkrankungen, Minder-intelligenzen und sexuelle Deviationen.
Das Ziel einer Behandlung im Schachen liegt darin, das Rückfallrisiko senkende Veränderungen zu erreichen und prosoziale Entwicklungen anzustossen und zu festigen.
Das Besondere des Konzepts liegt dabei in der Verzahnung einer engen arbeitsagogischen Förderung mit dem Wohnen in kleinen, soziopädagogisch eng betreuten Gruppen plus einer intensiven psychotherapeutischen, ggf. auch psychiatrisch-medikamentösen Behandlung, im Einzel- und im Gruppensetting.
Der hohe Sicherheitsstandard der Institution erlaubt zudem ein intensives therapeutisches Arbeiten ohne aus Sorge vor Entweichungen und Rückfällen z.B. bei notwendigen Konfrontationen Abstriche machen zu müssen. Zudem gelingt es, die Institution weitgehend drogenfrei zu führen.
Unsere Struktur ist auf einen längerfristigen Aufenthalt ausgelegt.
Als Ziel der therapeutischen Bemühungen steht die Verbesserung der oft hochbelasteten Legalprognose. Die Arbeit am Delikt ist dafür unerlässlich. Andere Schwerpunkte wie persönliche Nachreifung, Störungseinsicht, Ver-änderungsbereitschaft etc. werden je nach individueller Problematik gesetzt. Es werden dabei an den Entwicklungsstand des Eingewiesenen angepasste und Erfolg versprechende Vorgehensweisen gewählt.
Ein von Anfang an enger Kontakt mit den einweisenden Behörden, gemeinsame Zielsetzung und –überprüfung gehört ebenso wie eine sorgfältige Aus- oder Übertrittsplanung in unserem Konzept zu den Meilensteinen einer erfolgreichen stationären Massnahmenbehandlung.



