Tagesstrukturen
Mittagstische, Nachmittags- und eventuell Morgenbetreuung für die Kinder werden für Gemeinden zunehmend zu einem wesentlichen Standortfaktor. Solche Tagesstrukturen, die nach Bedarf genutzt werden können, ermöglichen den Eltern, Familie und Erwerbstätigkeit zu vereinbaren. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität von Kindern und Eltern. Bei einkommensschwachen Familien reduziert sich das Armutsrisiko. Die Wirtschaft profitiert von einer höheren Erwerbsquote, welche das Arbeitsvolumen steigert und zum Wirtschaftswachstum beiträgt. Die Öffentlichkeit kann höhere Steuereinnahmen erwarten.
Den Schülerinnen und Schülern bieten Tagesstrukturen einen stabilen Rahmen. Sie können damit ihre Leistungsfähigkeit steigern und ihre Bildungschancen verbessern. Tagesstrukturen nützen insbesondere Kindern und Jugendlichen, die ausserhalb der Unterrichtszeit von den Eltern kaum betreut werden und manchmal auch schlecht ernährt sind. Vom besseren Lernklima profitiert die gesamte Schule.
Die vier Kantone des Bildungsraumes Nordwestschweiz (BL, BS, AG, SO) möchten ihre Gemeinden bei der Planung und dem Aufbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten unterstützen. Sie haben ein Simulationsmodell erarbeiten lassen, welches das Nachfragepotenzial schätzt. So erhält jede Gemeinde einen Anhaltspunkt dazu, für wie viele ihrer Kindergärtner und Schulkinder sie maximal wie viele Plätze bereitstellen müsste.
Leitfaden zum Errichten von schulergänzenden Tagesstrukturen
Der Leitfaden soll die Errichtung von schulergänzenden Tagesstrukturen unterstützen. Er gibt Empfehlungen für Modellentscheide, zu Kostenrechnungen, Raumbedarf und Personaleinstellungen ab.
Der vorliegende Leitfaden ist eine Entwurfsfassung.
