Steinhöfel, Andreas, Ill. von Peter Schössow. Hamburg: Carlsen, 2009. 268 S., geb., Fr. 23.90. (978-3-551-55459-8).
"Für jemanden, der tiefbegabt ist und ins Förderzentrum geht, weil er einen Kopf wie eine Bingotrommel hat, ist ein Tagebuch die Erfindung des Jahrhunderts", findet Rico. Und weil er fleissig in sein Tagebuch schreibt, kommen wir Lesenden in den Genuss seiner kurzweiligen und berührenden Aufzeichnungen.
In diesem zweiten Band haben Rico und Oskar grosse Probleme mit Erwachsenen, speziell mit ihren Erziehungsberechtigten. Oskars Vater braucht eine Auszeit und lässt seinen Sohn bei Rico und dessen Mutter zurück. Und Ricos Mutter scheint in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein. Die beiden unerschrockenen Jungs haben einiges zu tun, um all den Schlamassel der Erwachsenen wieder auf die Reihe zu kriegen. Zum Glück geht das Ganze nicht allzu schnell und wir können fast 300 Seiten lang den treuherzigen Lebensregeln der beiden sympathischen Helden folgen.
Andreas Steinhöfel liebt seine Figuren und schafft es spielend, dass sie auch uns ans Herz wachsen. Mann, Mann, Mann, was für ein Glück, dass es Rico und Oskar gibt.
Ab 10 Jahren
Roland Hochstrasser
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