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April 2006



Die Kinder- und Jugendbibliothek der Zentralbibliothek Solothurn und die Jugendbibliothek Olten empfehlen:

Buchtitel Sofies Delfinsommer

Sofies Delfinsommer


Reichenstetter, Friederun: Sofies Delfinsommer. Ill. von Irmgard Paule. München: cbj, 2005. 85 S., geb., Fr. 15.80. (LeseSternchen). (ISBN 3-570-12989-6)

Alle ihre Ferien hat Sofie bis jetzt mit ihrer Freundin Anja verbracht. Diese muss nun aber nach einer Blinddarmoperation zu Hause das Bett hüten. Das schlechte Wetter in Griechenland und der quengelnde, kleine Bruder, bessern Sofies Laune nicht gerade. Dies ändert sich schlagartig, als sie in dem griechischen Dorf überraschend ihren Klassenkameraden Mirko trifft. Es stellt sich heraus, dass Mirko aus diesem Dorf stammt. Die beiden Kinder dürfen Mirkos Grossvater beim Ziegen hüten helfen. Der Weg führt sie an eine geheime Bucht. Hier ereignen sich dann all die abenteuerlichen Erlebnisse dieses Urlaubes. Sofie lernt Mirkos Delfin kennen, ertrinkt beinahe und wird von einer Qualle verletzt.

Eine Feriengeschichte über Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Mut, die gut gelungen ist. Sofie und ihr Freund Mirko sind Sympathieträger.

Ab 7 Jahren

Sabine Egger

Buchtitel Neue Fälle für Freunde

Neue Fälle für Freunde


Heine, Helme: Neue Fälle für Freunde. München: Hanser, 2005. 99 S., geb., Fr. 23.70. (ISBN 3-446-20635-3)

Johnny Mauser, Franz der Hahn und der dicke Waldemar, das Schwein, lösen auch im zweiten Buch die schwierigsten Fälle in Mullewapp. Gemeinsam sind sie nämlich unschlagbar. In dieser dörflichen, überschaubaren Idylle erleben sie in sechs witzig erzählten Episoden die verrücktesten Dinge. Franz der Hahn verliebt sich unsterblich in eine angebliche Froschprinzessin und der Knatsch im Hühnerhaus ist vorprogrammiert. Seine beiden Freunde helfen ihm aus dieser Misere. In der nächsten Geschichte entpuppen sich die vermeintlichen "Ausserirdischen" als Flöhe, die die Freunde ihrem Erzfeind dem Fuchs zuschicken.

Aber auch die drei sind sich nicht immer einig. Nach einem heftigen Streit zwischen Franz und Waldemar verschwindet Johnny spurlos. Einige Tage voller Bangen vergehen bis er wieder zurückkommt. Er hat sich in der Vorratskammer
so vollgefressen, dass er nicht mehr durch das Schlupfloch passte. Später geraten sie in den schrecklichen Verdacht Fahrerflucht begannen zu haben und einen kleinen Igel beinahe überfahren zu haben. Auch im Falle einer Kindsver-
wechslung beweisen die drei viel Fingerspitzengefühl. Die grösste Herausforderung ist für Franz als sich ein fremder Papagei in seinem Hühnerstall einnistet und ihm seinen Platz als Hahn streitig macht. Doch auch diesen Fall lösen die Freunde gemeinsam.

Ein wunderschönes Buch zum Thema Freundschaft mit viel Charme und Witz erzählt, das sich sehr gut zum Vorlesen eignet.

Ab 7 Jahren

Marianne Heri

Buchtitel Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen

Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen


Kantelhardt, Arnhild: Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen. Das Hausbuch der Gespenster- und Gruselgeschichten. Ill. von Kat Menschik. Hildesheim: Gerstenberg, 2005. 191 S., geb.,
Fr. 43.80. (ISBN 3-8067-5088-2)

Schaurige Gestalten treiben Ihr Unwesen in alten Häusern, auf Friedhöfen und am Strand. Ein verliebtes Gespenst legt sich ungebeten ins Bett eines Unbekannten. Puppen werden lebendig und manipulieren ihre Mitbewohner. Unheimliche Figuren steigen aus dem Totenreich auf die Erde und verwirren in Schreckensnächten die Menschen. In dieser Sammlung findet man 23 klassische und moderne Schauergeschichten, geschrieben von grossen Autoren wie Joan Aiken, Agatha Christie, E.T.A. Hoffmann, Guy de Maupassant und vielen andern.

Ein tolles Buch, das sich vorzüglich zum Vorlesen an einem vernebelten Novemberabend eignet. Auch die farbenprächtigen, klaren Bilder von Kat Menschik passen ausgezeichnet dazu.

Ab 12 Jahren

Marianne Heri

Buchtitel Ein Pferd namens Milchmann

Ein Pferd namens Milchmann


Rosenboom, Hilke: Ein Pferd namens Milchmann. Ill. von Anke Kuhl. Hamburg: Carlsen, 2005. 116 S., geb., Fr. 14.60. (3-551-55231-2)


Heute ist Hermann nicht in der Schule. Mit leichtem Fieber kann man kein Diktat schreiben, das hat sogar sein Vater eingesehen. Zuerst glaubt der unerschrockene Neunjährige an eine Fiebervision, als plötzlich ein mächtiges Pferd auf der Terrasse steht und ihn in eine recht verzwickte Lage bringt. Was fängt man mit einem so riesigen Tier an in einer Stadtwohnung? Der erfinderische Herman lässt sich allerhand einfallen, als sich auch noch herausstellt, dass einige Männer mit Pistolen herumschleichen und es auf das Pferd abgesehen haben.

Temporeich, mit viel Witz und einem sicheren Gespür für Situationskomik wird diese Abenteuergeschichte erzählt. Hilke Rosenboom wirft einen liebevollen Blick auf das kindliche Leben und Denken und lässt uns von einer Über-
raschung zur nächsten stolpern. Endlich ein Pferderoman für Jungs (aber nicht nur), der viel Spass und beste Unterhaltung bietet.

Ab 9 Jahren

Roland Hochstrasser

Buchtitel Mein Schutzengel heisst Hubert

Mein Schutzengel heisst Hubert


Grosche, Erwin: Mein Schutzengel heisst Hubert. Ill. von Karsten Teich. Zürich: Bajazzo, 2005. Unpag., brosch., Fr. 24.20. (3-907588-63-0)

Pechvögel, Angsthasen, Unglücksraben, Nichtskönner oder Stümper, sie alle brauchen Schutzengel. Hubert ist der ideale Kandidat dafür. Er ist ungeschickt, ängstlich, tollpatschig, vergesslich, ein Hasenfuss eben. Nur - er selbst ist doch der Schutzengel! Zum Glück gibt es den kleinen Jungen, der uns die Geschichte von Hubert erzählt. Das schönste Zitat aus dem Buch: " Ich muss mich doch um Hubert kümmern, damit er auf mich aufpassen kann." Und somit ist die Frage, ob Schutzengel eigentlich auch einen Schutzengel haben, schon beantwortet.

Die Geschichte wird kurzweilig und fröhlich erzählt. Genauso wirken die Bilder, abwechslungsreich und heiter. Text und Illustrationen bieten viel Raum, um sich eigene Gedanken zu machen. Was heisst es, auf seine Mitmenschen aufzupassen? Für eine andere Person zu sorgen? Schutzengel zu sein? Einen zu brauchen? Ein Bilderbuch zum Philosophieren - nicht nur für die Kleinsten.

Ab 4 Jahren

Roland Hochstrasser


Buchtitel Vorstadt Fighter

Vorstadt Fighter


Zusak, Markus: Vorstadt Fighter. A. d. Engl. von Ulrich Plenzdorf. München: cbj, 2005. 154 S., geb., Fr. 21.30. (3-570-12824-5)

Die beiden Brüder Ruben und Cameron leben in Sydney am Rande des Wohlstands. Ihre Welt wird beherrscht von Armut und Arbeitslosigkeit. Einzige Ablenkungen sind erbärmliche Hundekämpfe und dubiose Boxkämpfe.

Als die Brüder von einem zwielichtigen Spielvermittler das Angebot erhalten, mit illegalen Boxkämpfen ein paar Dollar zu verdienen, ergreifen sie die Chance. Und sie kämpfen. Sie kämpfen für ihre Identität, ihren Stolz und füreinander. Doch dann kommt der Tag, an dem sie gegeneinander in den Ring müssen.

Markus Zusak schreibt hier eine der spannend-sten, eindringlichsten und anrührendsten Brüder-Geschichten. In einer schlichten und knappen Sprache vermittelt er tiefe menschliche Werte wie Solidarität, Stolz, Familiensinn und Sportgeist.

Ab 14 Jahren

Roland Hochstrasser

Fragen zu Lesen.so beantwortet Eva Mathez